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Metro: Handelskonzern will online doch noch durchstarten ++ L’Oréal: Kosmetikriese und Nestlé tauschen Firmenanteile ++ Steuervermeidung: EU nimmt Anreize für Amazon & Co ins Visier ++ Barclays: Britische Großbank dampft Investmentbanking ein

Handelskonzern will online doch noch durchstarten

Das Weihnachtsgeschäft hat die Erwartungen nicht erfüllt – jetzt will Deutschlands zweitgrößter Handelskonzern Metro im Internet noch einmal Gas geben. Bei den konzerneigenen Elektronikketten Media Markt und Saturn soll die Zahl der online angebotenen Produkte vervielfacht werden. Und auch die zur Metro gehörende Warenhauskette Kaufhof soll künftig einen viel größeren Teil ihres Umsatzes im Internet erwirtschaften, kündigte Konzernchef Olaf Koch am Dienstag an. Im Weihnachtsquartal war der Umsatz um 3,3 Prozent auf 18,7 Milliarden Euro gesunken. Das traf vor allem die Elektronikketten Media Markt und Saturn.

Kosmetikriese und Nestlé tauschen Firmenanteile

Nestlé und der französische Kosmetikriese L’Oréal tauschen milliardenschwere Firmenanteile. Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern verkauft einen Teil seiner L’Oréal-Beteiligung an die Franzosen. Im Gegenzug erhält Nestlé die zweite Hälfte an der bisher gemeinsam mit L’Oréal betriebenen Dermatologie-Firma Galderma sowie 3,4 Milliarden Franken in bar. Nestlé bleibt mit gut 23 Prozent, nach der Bettencourt-Familie, der zweitgrößte L’Oréal-Aktionär. 1974 hatte die Gründerfamilie knapp 30 Prozent ihrer Firma an die Schweizer verkauft. Bettencourts fürchteten eine Verstaatlichung, sollten die Sozialisten an die Macht kommen.

EU nimmt Anreize für Amazon & Co ins Visier

Das Wettrennen europäischer Länder um die günstigsten Steuer-Regeln für Konzerne wie Apple, Amazon und Starbucks ruft die EU-Kommission auf den Plan. Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia forderte von mehreren Staaten Informationen an, deren Gesetzgebung oder Verhalten er für bedenklich hält. Alumina nannte die betroffenen Länder zwar nicht beim Namen. Entsprechende Schlupflöcher gibt es aber in Irland, den Niederlanden und Luxemburg. Almunia erklärte, Fällen auf den Grund zu gehen, in denen Gesetze oder Behörden Steuervermeidungs-Strategien für internationale Großkonzerne erlauben. Es könnte sich dabei um unerlaubte staatliche Beihilfen handeln.

Britische Großbank dampft Investmentbanking ein

Barclays setzt nach einem Gewinneinbruch im Investmentbanking zum Kahlschlag an und streicht bis zu 12.000 Stellen. Nachdem die britische Großbank bislang eher behutsam auf die hausinternen und branchenspezifischen Probleme reagiert hatte, forciert der seit 2012 amtierende Firmenchef Antony Jenkins nun den Sparkurs. Das Institut soll unabhängiger von riskanten Geschäften werden – eine Lehre aus der weltweiten Finanzkrise sowie zahlreichen Skandalen. Barclays teilte mit, in diesem Jahr würden 10.000 bis 12.000 Stellen wegfallen. Gleichzeitig gab das Geldhaus aber bekannt, es habe die Boni für die Angestellten im Investmentbanking kräftig erhöht.