Projekt

Citymapper macht der BVG im Internet Konkurrenz

Nach London, New York und Paris gibt es die Verkehrs-App Citymapper jetzt auch für Berlin.

Die App vereinfacht die Fortbewegung in der Stadt. Sie schlägt unterschiedliche Verkehrsmittel vor, nachdem der Nutzer sein Ziel eingegeben hat. Dieses kann eine Bahnstation, eine Straße oder ein Ort sein wie beispielsweise eine Bar. Dazu greift Citymapper auf die Daten der Geolocation-App Foursquare zurück. Es genügt auch, den Zielort auf der in der App eingeblendeten Karte zu berühren. Die Apple-Redaktion war von dem neuen Produkt so begeistert, dass sie es zur Markteinführung auf der Startseite des App-Stores empfohlen hat.

Citymapper nimmt das Thema „Öffentlicher Personennahverkehr“ mit Humor. „Wir wollen ein freundlicher Begleiter sein und sagen dem Nutzer, ob es sich lohnt zu laufen. Er erfährt nicht nur, wie lange ein Fußmarsch dauert, sondern auch, wie viel Kalorien er dabei verbraucht.“ Wem laufen zu mühsam und die BVG zu unbequem ist, findet im Auswahlmenü auch den Teleporter, der in Lichtgeschwindigkeit von A nach B beamt. Spaß muss sein.

„Wir blicken auf eine anderthalbjährige Erfahrung in London zurück“, sagt Gilbert Wedam, Chef-Designer bei Citymapper. Dort ist Citymapper die meistverwendete Verkehrs-App. New York kam vor einem halben Jahr dazu. Paris wurde vor einem Monat gestartet. Und immer wieder flossen Nutzerwünsche in der Oberfläche der App ein. Die Verabredungsfunktion geht beispielsweise auf vielfache Kundenwünsche zurück.

Die starke Konkurrenz in Berlin mit seinen mehr oder weniger offiziellen und mehr oder weniger gut funktionierenden Verkehrs-Apps ficht Citymapper nicht an. „Wir bieten eine neue Nutzererfahrung“, sagt Wedam. Später wollen die Gründer ihrer App Mehrwert verpassen: „Vorstellbar ist, dass wir Tickets verkaufen“, sagt Wedam. „Werbung wird es aber auf keinen Fall geben.“ Ein weiteres Zukunftsprojekt werde der Zugriff der App auf das Adressbuch des Nutzes sein. Dadurch werde das Verabreden eines Treffens einfach.