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Creditreform: Weniger Berliner rutschen in Privatinsolvenz ++ Weltbild: Mehrere Interessenten für insolventen Verlag ++ Arbeitszeit: Vollzeitkräfte würden ein bisschen weniger arbeiten ++ Harzer Grauhof: Berliner kaufen insolvente Mineralquelle ++ Deutsche Bahn: City-Ticket gilt künftig auch für Handykunden

Weniger Berliner rutschen in Privatinsolvenz

Die anhaltend gute Wirtschaftslage senkt die Zahl der Insolvenzen in Berlin. Rund 5500 Berliner meldeten 2013 Privatinsolvenz an, gut sieben Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Auskunftei Creditreform am Montag mitteilte. Die Zahl der Firmenpleiten blieb weitgehend konstant: Sie erreichte demnach 1280 nach 1270 im Vorjahr. Bundesweit sank die Zahl der Insolvenzen etwas stärker als in Berlin.

Mehrere Interessenten für insolventen Verlag

Der insolvente Weltbild-Verlag zieht potenzielle Käufer an. Mehrere mögliche Investoren hätten sich gemeldet, sagte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Derzeit würden aber noch Daten für etwaige Käufer aufbereitet. Wie viele sich schließlich entscheiden würden, einen Blick in die Bücher zu werfen, sei derzeit noch nicht absehbar. Weltbild ging Mitte Januar pleite, nachdem die Kirche als Eigentümer den Geldhahn zugedreht hatte.

Vollzeitkräfte würden ein bisschen weniger arbeiten

Während sich Vollzeitbeschäftigte leicht verringerte Arbeitszeiten wünschen, würden Mini-Jobber gerne deutlich länger arbeiten. Das ergab eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg. Eine Verkürzung der Arbeitszeit um bis zu zwei Stunden wünschen sich Vollzeitbeschäftigte. Sie arbeiten bis zu 44 Stunden pro Woche. Sogenannten „Mini-Jobber“ würden bis zu 6,5 Stunden mehr arbeiten wollen. Ihre Wochenarbeitszeit liegt bei 12 bis 14 Stunden.

Berliner kaufen insolvente Mineralquelle

Der traditionsreiche Mineralwasser-Abfüller „Harzer Grauhof“ in Goslar ist gerettet: Zum 1. März übernimmt die zu Berliner HR Gruppe gehörende Harzer Brunnen GmbH den Getränkehersteller, teilte Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann am Montag mit. Damit seien alle 49 Arbeitsplätze und die Fortführung des Unternehmens gesichert. Zum Kaufpreis gab es keine Angaben. „Harzer Grauhof“ war seit Oktober 2011 im Insolvenzverfahren. Der Käufer erwirbt neben Produktions- und Verwaltungsgebäuden auch die technischen Anlagen und das Erbbaurecht für das Gelände.

City-Ticket gilt künftig auch für Handykunden

Das City-Ticket der Deutschen Bahn, das Bahncard-Kunden bei langen Fahrten die kostenlose Benutzung des Nahverkehrs an Start- und Zielort erlaubt, gibt es ab sofort auch für Nutzer des Handy-Tickets, teilte der Konzern mit. Das City-Ticket gilt bei einer Buchung von mehr als 100 Kilometer langen Fahrten im Fernverkehr mit Bahncard für den Weg zum Startbahnhof und vom Ankunftsbahnhof zum endgültigen Ziel. Dabei können Busse, Straßenbahnen, U- und S-Bahnen mit der Bahnfahrkarte genutzt werden.