Zahlungsunfähigkeit

Insolvenzverfahren über Elektronikhändler Getgoods eröffnet

ber den Onlinehändler Getgoods AG ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden.

ÜDas Amtsgericht Frankfurt (Oder) habe einem entsprechenden Antrag stattgegeben, teilte die Insolvenzverwalter-Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff am Montag in Berlin mit. Bereits am 20. Februar werde eine Versammlung der Anleihegläubiger stattfinden. Getgoods war nach seinem rasanten, schuldenfinanzierten Wachstumskurs in die Zahlungsunfähigkeit gerutscht und musste im November Insolvenz melden. Bis dahin war Getgoods einer der schnellst wachsenden Onlinehändler in Deutschland. Ursprünglich hatte das Unternehmen für 2013 einen Umsatz von einer halben Milliarde Euro angepeilt. Unter dem Dach der AG wurden verschiedene Internetplattformen betrieben, über die Smartphones, Notebooks oder Tablets verkauft werden, dazu Unterhaltungs- und Haushaltselektronik.

Im Dezember hatte der Elektronikhändler Conrad Electronic die Vertriebs Gmbh und damit die Handelsplattformen übernommen. Die alten Getgoods-Standorte in Frankfurt (Oder) werden bis spätestens Ende Mai geschlossen. Marketing und Einkauf sollen künftig in Schönefeld geleistet, Lager und Logistik über Conrad Electronic oder Partner abgewickelt werden. Nur etwa 65 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Die Mitarbeiter sollen an den Standort Schönefeld wechseln. Bei der Übernahme hatte Conrad noch angegeben, fast alle 190 Mitarbeiter könnten übernommen werden.