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Motorola: Google verkauft Handy-Geschäft an Lenovo ++ Investitionsbank Berlin: Vertrag von IBB-Chef Ulrich Kissing verlängert ++ Einzelhandel: Lidl verkauft bald wieder Coca-Cola ++ Verbraucherschützer: Amazon kündigt Kunden wegen häufiger Rückgabe

Google verkauft Handy-Geschäft an Lenovo

Google verkauft das Handy-Geschäft von Motorola nach weniger als zwei Jahren an den chinesischen Konzern Lenovo. Der weltgrößte PC-Hersteller zahlt dafür 2,91 Milliarden Dollar, zum Teil in eigenen Aktien, wie die Unternehmen am Mittwoch mitteilten. Google hatte für Motorola Mobility 12,5 Milliarden Dollar bezahlt. Das Angebot für Motorola hatte Google im August 2011 abgegeben und monatelang auf eine Freigabe durch die Regulierungsbehörden gewartet. Die Übernahme wurde erst im Mai 2012 abgeschlossen. Auch unter Google-Regie schrieb Motorola Verluste. Daran konnten auch neue Modelle wie das Moto X nichts ändern.

Vertrag von IBB-Chef Ulrich Kissing verlängert

Ulrich Kissing führt die landeseigene Investitionsbank Berlin bis 2017. Der Verwaltungsrat der IBB verlängerte den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden auf eigenen Wunsch um drei Jahre. Üblich sind fünf. Kissing, 57, leitet das Institut seit September 2009. Die Bank beschäftigte 2012 640 Mitarbeiter und wies bei 171,4 Millionen Euro Erträgen einen Gewinn von 39,5 Millionen Euro aus. Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer (CDU), Vorsitzende des IBB-Verwaltungsrates, lobte Kissings umsichtige Arbeit in einem schwierigen wirtschaftlichen und konjunkturellen Umfeld. Kissing sagte: „Ich freue mich auf meine weitere Arbeit für Berlin.“

Lidl verkauft bald wieder Coca-Cola

Coca-Cola kehrt in die Lidl-Regale zurück. Ab Anfang März werde die klassische Cola aus Atlanta wieder in allen Filialen erhältlich sein, kündigte der Neckarsulmer Discounter an. Offen ließen sowohl Lidl als auch Coca-Cola allerdings, ob auch andere Produkte aus dem Angebot des Herstellers wie Fanta, Sprite oder Coca-Cola Light wieder in den Läden zu finden sein werden. Lidl hatte die Getränke des US-Konzerns kürzlich aus den Regalen genommen. Ein Cola-Sprecher hatte damals gesagt, die Unternehmen hätten sich „nicht auf ein gemeinsames Vermarktungskonzept“ einigen können. Lidls Vorgehen war als Eskalation im Preiskrieg des Einzelhandels gewertet worden.

Amazon kündigt Kunden wegen häufiger Rückgabe

Die Verbraucherzentrale NRW hat den Online-Versandhändler Amazon wegen der mehrfachen Kündigung von Kundenkonten abgemahnt. Ohne Vorwarnung habe der Branchenprimus den Zugang der Kunden gesperrt, die ihre Bestellungen zu oft zurücksendeten, wie die Verbraucherzentrale in Düsseldorf berichtete. Zwar dürfe jeder Händler selbst entscheiden, mit wem er Geschäfte macht, Sperren ohne Vorwarnung seien aber kundenfeindlich – vor allem, wenn eindeutige Regelungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen fehlten. Die Retourenquote im Online-Handel liegt Studien zufolge im Schnitt bei zehn bis 16 Prozent.