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Abbau: Airbus Group streicht mehr als 2000 Jobs in Deutschland ++ Bilanz: Jeder zehnte Haushalt Berlins wechselt Stromanbieter ++ Gespräche: Obermann ist Kandidat für den Lufthansa-Chefposten ++ Ankündigung: Neuer ATU-Chef droht mit Schließung von Werkstätten

Airbus Group streicht mehr als 2000 Jobs in Deutschland

Der massive Stellenabbau im Rüstungsgeschäft der Airbus Group (früher EADS) trifft wie erwartet vor allem Bayern und Baden-Württemberg hart. Allein im oberbayerischen Manching, wo unter anderem das Kampfflugzeug Eurofighter montiert wird, sollen 1010 Jobs gestrichen werden. Die Airbus Group dementierte die Zahlen nicht. Der Airbus-Konzern hat in Gesprächen mit dem Betriebsrat die Zahlen für die betroffenen Standorte konkretisiert. So sollen in Friedrichshafen 315 Stellen gestrichen werden, in Ulm 315, in Ottobrunn bei München 131, in Bremen 174 und in Unterschleißheim 249 Jobs. Zudem sollen die dort verbleibenden 1400 Mitarbeiter nach Ottobrunn umziehen.

Jeder zehnte Haushalt Berlins wechselt Stromanbieter

Jeder zehnte Berliner Haushalt hat im vergangenen Jahr seinen Stromanbieter gewechselt. Die Betreibergesellschaft Stromnetz Berlin registrierte 224.000 Anbieterwechsel bei gut 2,2 Millionen Haushalten und Gewerbebetrieben. Sie können unter 350 Anbietern wählen. Stromnetz Berlin kündigte an, seine Investitionen weiter zu steigern. In diesem Jahr steckt die Tochter des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall 294 Millionen Euro in das größte innerstädtische Stromnetz Deutschlands, davon sind 118 Millionen Euro Investitionen. Die Vattenfall-Tochter will vom Land wieder die Konzession für den Betrieb des Netzes zu bekommen.

Obermann ist Kandidat für den Lufthansa-Chefposten

Bei der Chefsuche der Lufthansa ist auch der frühere Telekom-Chef René Obermann im Gespräch. Nach Informationen von „Handelsblatt“ und „Rheinischer Post“ hat der Aufsichtsrat des Unternehmens Kontakt zu Obermann aufgenommen. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, dass das Findungsverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Es sei noch keine Entscheidung gefallen. Der jetzige Arbeitgeber Obermanns, der Kabelnetzbetreiber Ziggo, reagierte zurückhaltend. Obermann bleibe Vorstandschef von Ziggo, bis die Übernahme des Unternehmens durch Liberty Global vollständig abgewickelt sei. Dies könne eine halbes Jahr oder auch länger dauern.

Neuer ATU-Chef droht mit Schließung von Werkstätten

Bei der Autowerkstattkette ATU könnten nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze einzelne Niederlassungen geschlossen werden. „Wir werden alle Standorte nochmals kritisch auf den Prüfstand stellen“, sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats und Interims-Vorstandschef, Norbert Scheuch, der FAZ. Schließungen seien dabei nicht ausgeschlossen. Wegen eines bis 2018 laufenden Beschäftigungsvertrags müsste dabei aber jede einzelne Schließung hart erkämpft werden. ATU schreibt seit längerem rote Zahlen und ringt vor allem mit hohen Mieten. Die knapp 650 Werkstätten kosten nach Angaben der Zeitung im Jahr etwa 115 Millionen Euro an Miete.