Steuerserie 2014

Wann das Finanzamt ein Arbeitszimmer steuerlich anerkennt

Mit den Ausgaben für ein häusliches Arbeitszimmer können Steuerzahler schnell viel Steuern sparen.

Doch die Finanzämter erkennen die Aufwendungen dafür nur in bestimmten Fällen an. Etwa dann, wenn für die berufliche Tätigkeit, die im Arbeitszimmer erledigt wird, kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dies trifft zum Beispiel auf Lehrer zu, die zu Hause ihren Unterricht vorbereiten und Klassenarbeiten korrigieren. In diesem Fall erkennen die Beamten Ausgaben bis zu 1250 Euro als Werbungskosten an. Ausgaben in unbegrenzter Höhe können Steuerzahler abrechnen, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet. Das ist etwa bei Schriftstellern, Rechtsanwälten und Architekten der Fall, die ihren Beruf ausschließlich zu Hause ausüben.

Erkennen die Finanzbeamten das Arbeitszimmer an, können Steuerzahler die Unterhaltskosten für das Zimmer verrechnen. Dazu gehören die Ausgaben für Heizung, Gas, Strom sowie die anteilige Miete oder Hausratversicherung.

Weigern sich die Finanzbeamten, das häusliche Arbeitszimmer anzuerkennen, können Steuerzahler trotzdem die Ausgaben für beruflich genutzte Einrichtungsgegenstände wie Schreibtisch, Bücherschrank oder Schreibtischlampe geltend machen. Diese Gegenstände erkennt das Finanzamt als Arbeitsmittel an. Die Ausgaben für Arbeitsmittel können Lehrer und andere, denen für die Arbeit im Arbeitszimmer kein anderer Platz zur Verfügung steht, zusätzlich zur 1250-Euro-Grenze verrechnen.

Damit die Beamten das Arbeitszimmer akzeptieren, sollte es entsprechend ausgestattet sein. Ein Sessel oder eine Liege im Raum sind jedoch unproblematisch.