Quartalsergebnisse

Apple trotz Absatzrekords nur Zweiter

Samsung hängt US-Konzern auf Smartphone-Markt ab

Tim Cook hat es auch nicht leicht. Da legt der Apple-Chef die besten Quartalsergebnisse vor, die der Technologiekonzern je erwirtschaftet hat – und die Börse reagiert vergrätzt. Mit 51 Millionen iPhones und 26 Millionen iPads hat der Konzern in den Monaten Oktober bis Dezember mehr Geräte verkauft als je zuvor. Im Quartal davor waren es 47,8 Millionen iPhones und 22,9 Millionen iPads gewesen. Zeitgleich aber stellte das südkoreanische Unternehmen Samsung Electronics mit 86 Millionen verkauften Smartphones einen neuen Rekord auf und baute seinen Vorsprung vor Apple aus.

Seine Führungsposition auf dem globalen Smartphone-Markt konnte Samsung demnach mit einem Anteil von 29,6 Prozent ausbauen. Apple kam auf 17,6 Prozent. Die beiden Marktführer sahen sich den Daten zufolge aber mit einem starken Zuwachs bei den chinesischen Anbietern Huawei Technologies und Lenovo Group konfrontiert. Den beiden Marktführern erwachse eine ernst zu nehmende Konkurrenz von kleineren Marken, sagte die Analystin Linda Sui von Strategy Analytics. Der Smartphone-Absatz von Huawei, LG Electronics und Lenovo sei doppelt so schnell gewachsen wie der Durchschnitt. „Samsung und Apple werden hart kämpfen müssen, um diese und andere hungrige Herausforderer 2014 auf Abstand zu halten.“

Bei Apple stieg der Umsatz im vergangenen Quartal um sechs Prozent auf nie da gewesene 57,6 Milliarden Dollar (42,1 Milliarden Euro). „Kein Technologieunternehmen hat jemals so viel Umsatz in einem einzelnen Quartal generiert“, sagte Apple-Finanzvorstand Peter Oppenheimer. Die Börse beeindruckte das nicht. Nach Bekanntgabe der Zahlen am Montagabend verlor die Aktie nachbörslich um sechs Prozent. Analysten hatten nämlich noch bessere Ergebnisse erwartet. Sie hatten geschätzt, dass Apple im Weihnachtsgeschäft die magische Grenze von 55 Millionen verkauften iPhones durchbricht. Der Gewinn stagnierte mit 13,1 Milliarden Dollar auf dem Niveau des Vorjahresquartals.