Anstieg

Möbelkonzern Ikea meldet 3,3 Milliarden Euro Gewinn

Ikea eilt von Rekord zu Rekord. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Netto-Gewinn um 3,1 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro, wie der weltgrößte Möbelkonzern am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz kletterte ebenfalls um gut drei Prozent auf 27,9 Milliarden Euro, auch in Deutschland legte das schwedische Familienunternehmen zu. Ikea-Gründer Ingvar Kamprad gehört zu den reichsten Menschen der Welt. Konzernchef Peter Agnefjäll will bis 2020 beim Umsatz die Marke von 50 Milliarden Euro knacken. Helfen sollen dabei neue Möbelhäuser in Schwellenländern wie China oder Indien.

Ikea erklärte, der Konzern habe fast überall Marktanteile hinzugewonnen. Besonders in China, Russland und den USA sei man stark gewachsen. „Wichtige Verbrauchermärkte wie die USA verzeichnen mehr Wachstum und Europa beginnt sich generell zu erholen“, sagte Agnefjäll. Bis 2020 wolle Ikea einen Umsatz von 50 Milliarden Euro erreichen.

„In vielen Ländern geben die Verbraucher wieder mehr aus“, sagte Agnefjäll. „Selbst einige der schwierigen Märkte in Südeuropa zeigen positive Anzeichen.“ Zuvor hatte bereits der Handelsriese Metro über positive Konjunktursignale aus Italien und Spanien berichtet. Doch wie viele Einzelhändler bekommt auch Ikea die wachsende Konkurrenz aus dem Internet zu spüren. Wettbewerber setzen bei Möbeln zunehmend auf Online-Käufe. Ikea will nun Online-Shops in allen 26 Ländern aufbauen, in denen der Konzern vertreten ist – bislang verfügt nur die Hälfte über Online-Angebote.

In Deutschland stieg der Ikea-Umsatz bis 31. August um 2,8 Prozent auf knapp vier Milliarden Euro. Ikea unterhält hierzulande 46 Möbelhäuser, weltweit sind es über 300 Läden. 680 Millionen Kunden kamen im vergangenen Geschäftsjahr. Häufiger als der Ikea-Katalog mit einer Auflage von 212 Millionen Stück werde weltweit nur die Bibel gelesen, erklärte der Konzern.