Kartellamt droht mit weiteren Strafen für Brauereien

Das Bundeskartellamt holt wegen verbotener Absprachen zum nächsten Schlag gegen die Bierbranche aus.

„Wir werden das Verfahren binnen weniger Wochen zum Abschluss bringen, sicherlich noch im ersten Quartal“, sagte der Präsident der Wettbewerbsbehörde, Andreas Mundt, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Bereits Mitte Januar hatte das Bonner Amt Bußgelder in Höhe von 106,5 Millionen Euro gegen Bitburger, Krombacher, Veltins, Warsteiner und die westfälische Privatbrauerei Barre verhängt. In der nächsten Runde werde die Bußgeldsumme noch einmal „ganz erheblich steigen“, zitierte die „FAZ“ den Kartellamtspräsidenten. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich Brauereien nach diesem Verfahren noch einmal in Absprachen wagen werden.“ Zurzeit ermittelt die Behörde noch gegen zwei Brauereikonzerne und vier regionale Brauereien aus Nordrhein-Westfalen. Das Kartellamt nennt keine Namen, aber Branchenangaben zufolge soll es sich um die Radeberger-Gruppe (Oetker) und Carlsberg (Holsten) handeln. Die Branche soll Preiserhöhungen für Fass- und Flaschenbier abgesprochen haben.