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Deutsche Telekom stellt Medienshop Pageplace ein

Knapp drei Jahre nach dem Start des digitalen Medien-Shops Pageplace stellt die Deutsche Telekom den digitalen Medienverkauf ein.

Das teilte der Konzern per E-Mail den Pageplace-Nutzern mit. Ende März wird das gesamte Angebot aus dem Netz genommen, dann sind auch bereits gekaufte Titel nicht mehr abrufbar. Der Verkauf von E-Books, digitalen Magazinen und Zeitungen ist schon ab Ende Februar nicht mehr möglich.

Für die Telekom ist das Ende von Pageplace ein Rückschlag. Der Konzern sucht nach neuen Wachstumsfeldern und hatte sich auch vom digitalen Medienvertrieb zusätzliche Erlöse versprochen. Die Telekom hatte Pageplace auf der Computer-Messe Cebit 2011 der Öffentlichkeit präsentiert. Obwohl zuletzt 120.000 E-Books, 1100 Magazine und mehr als 150 Zeitungen zur Verfügung standen, haben die Verkaufszahlen offenbar enttäuscht. Nach Informationen der Morgenpost zählt Pageplace derzeit 180.000 registrierte Nutzer, viele von ihnen sind jedoch nicht aktiv.

Im vergangenen Herbst hatte auch der Pageplace-Konkurrent Pubbles aufgegeben, der von der Mediengruppe Weltbild/Hugendubel, Bertelsmann und dem Deutschen Pressevertrieb (Gruner + Jahr) betrieben wurde. In einem Newsletter an die Kunden des Kiosks nannte der Dienst die fehlende wirtschaftliche Perspektive als Grund für das Ende des Verkaufs.

Ihren Pageplace-Kunden empfiehlt die Deutsche Telekom, die bisher gekauften digitalen Inhalte zu sichern, bevor der Dienst deaktiviert wird. Gekaufte Titel könnten entweder auf einem Computer gespeichert oder auf das Nutzerkonto bei einem der Buchhandelspartner Hugendubel, Weltbild, Thalia, bücher.de und buch.de übertragen werden. Die Telekom hat dafür eigens eine Webseite eingerichtet.