Wiederbelebung

Loewe-Investoren kopieren die Ideen von Apple

Bedienfreundliche Geräte sollen TV-Hersteller retten

Jan Gesmar-Larsen will noch nicht verraten, welche neuen Produkte Loewe künftig bringt. Der dänische Unterhaltungselektronikmanager ist eine der drei Schlüsselpersonen einer privaten Investorengruppe, die das Nötigste aus dem insolventen TV-Hersteller Loewe herauskaufen, um die Marke wiederzubeleben. Das mehr als 90-jährige Traditionsunternehmen Loewe gab jetzt bekannt, dass nach langer Suche endlich Investoren gefunden wurden. In einem sogenannten Asset Deal kaufen die Münchner Familienunternehmer Constantin Sepmeier und Stefan Kalmund sowie der Däne Gesmar-Larsen die Markenrechte, die Softwareentwicklung und die Lagerbestände auf und packen sie in die neue Loewe GmbH.

Jeder habe gleichviel investiert, heißt es, ohne konkrete Summen zu nennen. Die neue Loewe GmbH hat ihren Sitz in München statt im nordbayerischen Kronach. Damit sei der Fortbestand der Marke in Deutschland und in deutscher Hand gesichert, teilt die Firma mit. Die börsennotierte Loewe AG wird vom Kurszettel verschwinden und die Aktionäre verlieren ihr Geld. Für die Mitarbeiter gehen die unsicheren Zeiten weiter. Seit 2013 hat sich die Beschäftigtenzahl von rund 1000 auf etwa 550 halbiert. Der neue Investor übernimmt zunächst nur etwa 270 Mitarbeiter, die aber nicht der Produktion angehören. 120 Stellen werden zudem gestrichen.

Künftig soll bei den Produkten eine „breitere, jüngere sowie design- und technikaffine Zielgruppe in Europa, Russland und China“ angesprochen werden, heißt es in der Mitteilung. Die neue Loewe-Firma möchte die Idee der Bedienfreundlichkeit von Apple aufgreifen, sagt Gesmar-Larsen: „Es ist aber nicht nur die Marke Apple, es sind alle Endgeräte, die besser bedient werden können. Wir wollen ‚einfach-zu-bedienen‘ in allen Produkte einbauen.“