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Telekom investiert Milliarden in US-Funkfrequenzen

Mit dem Zukauf von Mobilfunkfrequenzen will die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom ihre Netzabdeckung in wichtigen US-Ballungszentren verbessern.

T-Mobile USA übernimmt für insgesamt 3,3 Milliarden Dollar (2,4 Milliarden Euro) ein Frequenzpaket vom Marktführer Verizon Wireless. Die US-Regulierungsbehörden müssen dem Geschäft noch zustimmen.

Mit den 700-Megahertz-Frequenzen kann T-Mobile USA nach eigenen Angaben sein Angebot für rund 150 Millionen Menschen ausbauen. Das ist eine gute Möglichkeit, um sich Spektrum im niedrigen Frequenzbereich in vielen der wichtigen Gebiete der USA zu sichern“, sagte T-Mobile-Chef John Legere. Funkblöcke im 700-Megahertz-Bereich etwa eignen sich besonders, um dünn besiedelte Regionen des Riesenlands mit Funk-Internet zu versorgen.

Die Telekom-Tochter ist nach Verizon, AT&T und Sprint die Nummer vier auf dem US-Markt. Mit einer aggressiven Strategie und Investitionen in sein Handynetz versucht das Unternehmen, der Konkurrenz Kunden abzujagen. So bietet T-Mobile USA Mobilfunkverträge ohne die übliche Zweijahresbindung an. Außerdem ist offenbar geplant, Kunden anderer Mobilfunkanbieter mit einer Prämie zu einem Wechsel zu bewegen. AT&T hatte T-Mobile-Kunden vergangene Woche mit einer Prämie von 450 Dollar gelockt. Die Telekom hält 67 Prozent an der US-Tochter und will sich über kurz oder lang aus dem hart umkämpften US-Markt zurückziehen.