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Euro-Rettung: EZB-Präsident Draghi sieht „ermutigende Zeichen“ ++ Siemens: Anklage gegen Manager wegen Bestechung ++ Investitionsbank Brandenburg: Institut erweitert mit Lasa-Übernahme Angebot ++ Twitter: Höhenflug der Aktie vorerst gestoppt

EZB-Präsident Draghi sieht „ermutigende Zeichen“

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat sich in ungewohnt scharfer Form über Kritik aus Deutschland am Kurs der Notenbank in der Eurokrise geäußert. „Es gab diese perverse Angst, dass sich die Dinge zum Schlechten entwickeln“, sagte Draghi dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. „Jedes Mal hieß es, „Um Gottes willen, dieser Italiener zerstört Deutschland“.“ Tatsächlich habe sich die Lage entspannt. „Die Krise ist nicht überwunden, aber es gibt viele ermutigende Zeichen“, betonte Draghi. Die Wirtschaft in vielen Ländern werde sich erholen, die Haushaltsdefizite sinken.

Anklage gegen Manager wegen Bestechung

In Argentinien hat die Justiz einen Prozess wegen Bestechung gegen neun ehemals leitende Siemens-Mitarbeiter angeordnet. Die insgesamt neun Angeklagten hätten Ende der 90er Jahre Schmiergeld an argentinische Regierungsmitglieder gezahlt, damit Siemens einen Auftrag zur Erstellung von Personalausweisen bekam. Das Vermögen der Angeklagten wurde beschlagnahmt. Siemens hatte 1998 von der argentinischen Regierung unter dem damaligen Präsidenten Carlos Menem den umgerechnet rund 1,2 Milliarden Euro schweren Auftrag für die Personalausweise erhalten. Der Siemens-Konzern teilte mit, dass die Angeklagten nicht mehr im Unternehmen tätig seien.

Institut erweitert mit Lasa-Übernahme Angebot

Mit ihrer neuen Tochtergesellschaft Landesagentur für Struktur und Arbeit (LASA) kann die Brandenburger Investitionsbank ILB ab 2014 ihr Angebot erweitern. Zu den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnungsbau komme das Themenfeld Arbeit und Arbeitskräfte hinzu, sagte der Vorsitzende des Vorstandes der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), Tillmann Stenger. Ein Großteil der Unternehmen blicke optimistisch in das neue Jahr. Das zeigten Konjunkturbefragungen der Kammern und die starke Nachfrage nach Finanzierungen der ILB. Die ILB fördert öffentliche und private Investitionsvorhaben in den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Wohnungsbau.

Höhenflug der Aktie vorerst gestoppt

Der grandiose Lauf der Twitter-Aktie nach dem Börsengang im November scheint vorerst gestoppt. Am Freitag verlor das Papier des Kurznachrichtendienstes an der New Yorker Börse mehr als 13 Prozent an Wert. Mit 63,75 Dollar ist die Aktie aber immer noch zweieinhalb mal so teuer wie beim Börsendebüt. Zwei Analysten hatten zu bedenken gegeben, dass die hohe Bewertung für das noch verlustreiche Unternehmen nicht gerechtfertigt sei. Beobachter vermuteten, dass einige Anleger daraufhin kalte Füße bekommen haben. Selbst nach dem Kursrutsch beträgt die Bewertung noch rund 35 Milliarden Dollar (25 Mrd. Euro) – das ist mehr als die Dax-Größe Adidas auf die Waage bringt.