Insolvenzprozess

Insolvente Conergy verkauft letztes Werk in Brandenburg

Das insolvente Solarunternehmen Conergy hat den Gestellproduzenten Mounting Systems in Rangsdorf bei Berlin an die Beteiligungsgesellschaft Nordwest Industrie in Frankfurt am Main verkauft.

Rund 180 Arbeitsplätze würden gesichert, davon 150 in Rangsdorf und 30 im US-Werk Sacramento, teilte Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz mit. Damit sei die dritte und letzte Übernahme im Insolvenzverfahren der Conergy-Gruppe abgeschlossen.

Es sei es gelungen, im Insolvenzprozess 740 der einstmals 1000 Arbeitsplätze bei der Conergy-Gruppe zu retten: 350 beim Conergy-Vertrieb, der von dem US-Finanzinvestor Kawa übernommen wurden, 210 im Modulwerk in Frankfurt (Oder), die an den chinesischen Konzern Atronergy gehen und die 180 Stellen bei Mounting Systems. Die Firma baut seit 20 Jahren Gestelle und Modulrahmen für Solaranlagen. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. „Wir sind überzeugt, dass wir für jedes Unternehmen den passenden Investor und Partner gefunden haben“, so Undritz.

Conergy war im Sommer in die Pleite geschlittert. Nach dem durch die chinesische Konkurrenz befeuerten Preisverfall mussten auch andere Firmen der mit Milliarden Euro subventionierten deutschen Branche den Gang zum Amtsgericht antreten – darunter die Berliner Solon, Q-Cells, Centrotherm und Solarhybrid. Zuletzt war auch der Anlagenbauer S.A.G. Solarstrom mit rund 200 Mitarbeitern in die Knie gegangen.