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Gema: Tarifnachlass für YouTube-Rivalen ++ Monopolkommission: Regierung soll Post und Telekom privatisieren ++ Schokolade: Streit um Aroma landet am Freitag vor Gericht ++ Siemens: Rekordauftrag für Windanlagen in USA

Tarifnachlass für YouTube-Rivalen

Während der Streit zwischen der Gema und der Google-Plattform YouTube weitergeht, hat die Verwertungsgesellschaft einen neuen Vertrag mit zahlreichen anderen Streaming-Diensten geschlossen. Darunter sind YouTube-Konkurrenten wie MyVideo, Clipfish, tape.tv oder Putpat. Sie gehören dem Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) an, mit dem die Gema einen Gesamtvertrag vereinbarte. Damit erhalten die VPRT-Mitglieder auf werbefinanzierte Musikstreaming-Angebote einen Nachlass von 20 Prozent auf die tarifliche Vergütung.

Regierung soll Post und Telekom privatisieren

Rund 22 Milliarden Euro sind die Aktienpakete derzeit wert, die der deutsche Staat noch an der Post und der Deutschen Telekom besitzt. Die Monopolkommission forderte die neue Bundesregierung auf, die Papiere zu verkaufen und mit dem Geld Förderprogramme für den Ausbau der Internet-Infrastruktur zu finanzieren. Durch die Trennung von den Anteilen könnten Interessenkonflikte vermieden werden, die sich aus der doppelten Rolle des Staates als Eigentümer und Wettbewerbshüter ergäben. Der Staat hält noch rund 31,9 Prozent der Telekom- und 21 Prozent der Post-Aktien.

Streit um Aroma landet am Freitag vor Gericht

Der Streit um einen Aromastoff in Schokolade der Marke „Ritter Sport“ geht an diesem Freitag vor dem Landgericht München in die nächste Runde. Der Hersteller Ritter hatte Ende November eine einstweilige Verfügung gegen die Behauptung der Stiftung Warentest erwirkt, das Unternehmen habe den „chemisch hergestellten Aromastoff“ Piperonal verwendet. Über den Einspruch der Stiftung Warentest hiergegen soll nun am Freitag verhandelt werden. Laut Ritter handelt es sich bei Piperonal um ein natürliches Aroma.

Rekordauftrag für Windanlagen in USA

Der US-Energieversorger MidAmerican hat auf einen Schlag 448 Turbinen bei Siemens bestellt. Mit einer Gesamtleistung von 1050 Megawatt sei dies der größte Auftrag, der bislang für die Windkraft an Land erteilt wurde, erklärte Siemens. Die Windanlagen werden im US-Bundesstaat Iowa aufgestellt. Die Leistung reicht nach Siemens-Angaben aus, um rund 320.000 Haushalte mit Strom zu versorgen. Branchenkenner schätzen den Auftragswert samt des dazugehörigen Service- und Wartungsvertrags auf etwa 1,1 Milliarden Dollar (800 Millionen Euro).