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Schwarzarbeit: Berliner Unternehmer sitzt in Untersuchungshaft ++ Banken: Deutsche Institute brauchen keine Staatsgarantien mehr ++ Schlecker: Hilfsfonds für ehemalige Beschäftigte geschlossen

Berliner Unternehmer sitzt in Untersuchungshaft

Ein Berliner Bau-Unternehmer ist wegen Schwarzarbeit festgenommen worden. Er soll dem Fiskus und den Sozialkassen Millionen Euro vorenthalten haben. Der 43-Jährige wurde nach mehr als vier Jahren Ermittlungen gefasst, wie das Hauptzollamt Berlin am Freitag meldete. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Staatsanwaltschaft und Zoll werfen dem Mann vor, seit 2005 in seinem Betrieb Arbeiter schwarz beschäftigt zu haben. Der tatsächlich gezahlte Lohn sei dem Finanzamt und den Sozialversicherungsträgern nicht korrekt gemeldet worden, hieß es. Der Schaden gehe in die Millionen.

Deutsche Institute brauchen keine Staatsgarantien mehr

Fünf Jahre nach dem Höhepunkt der Finanzkrise braucht keine deutsche Bank mehr staatliche Liquiditätsspritzen. Die Düsseldorfer Hypothekenbank gab am Freitag als letztes von neun Instituten seine Liquiditätsgarantie aus dem Bankenrettungsfonds Soffin zurück, wie die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung meldete. Zeitweise hatte der Soffin 168 Milliarden Euro Garantien gegeben, die höchste hatte die Münchener Skandalbank Hypo Real Estate (HRE) mit vorübergehend 95 Milliarden Euro erhalten. Mit Gebühren für die Garantien nahm der Soffin seit seiner Gründung 2008 insgesamt 2,15 Milliarden Euro ein.

Hilfsfonds für ehemalige Beschäftigte geschlossen

Nach rund eineinhalb Jahren wird der Hilfsfonds für ehemalige Beschäftigte der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker zum Ende des Jahres geschlossen. Knapp 170 Mitarbeiter bekamen nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di bis zu 400 Euro aus dem spendenfinanzierten Solidaritätsfonds. Insgesamt kamen mehr als 73.000 Euro an Spenden zusammen. Den Fonds hatten Vertreter der beiden großen Kirchen sowie der Schlecker-Gesamtbetriebsrat und Ver.di im vergangenen Jahr gegründet gegründet.