Akquisition

6Wunderkinder übernimmt und schließt Messaging-Dienst Moped

Der Wunderlist-Macher 6Wunderkinder übernimmt den Berliner Messaging-Dienst Moped.

Das teilte Moped am Freitag mit. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht genannt. Mit dem Zukauf verleibt sich 6Wunderkinder die Moped-Technologie ein. Der Moped-Dienst selbst soll zum Jahresende eingestellt werden. Bisherigen Nutzern soll mit einem Gratisangebot der Wechsel zu Wunderlist erleichtert werden.

Das Team um Moped-Gründer Schuyler Deerman hatte seit der Gründung 2012 eine Messaging-Plattform entwickelt, die sich vor allem für Arbeitsteams und kleinere Unternehmen eignet: mit der Integration fremder Dienste, eingebetteten Links und Medien, Echtzeit-Synchronisation auf mobilen und stationären Geräten, E-Mail-Integration, Gruppen und Galerien. Die Technologie ergänzt 6Wunderkinders Wunderlist, die in den Bezahlversionen ebenfalls auf Unternehmen abzielt. „Die Übernahme erlaubt es uns, in Wunderlist alle Kommunikationsfunktionen zu bündeln, die für die Abarbeitung von Aufgaben nötig sind, sei es Echtzeit-Kommunikation, Dateien, Notizen oder zugewiesene Aufgaben“, hieß es bei 6Wunderkinder.

Bei Wunderlist handelt es sich um einen Planer für tägliche Aufgaben. Die im Frühjahr gestartete Pro-Version für Teamarbeiter kostet monatlich 4,49 Euro. Darüber hinaus gibt es eine Pro-Version für Unternehmen. Nach eigenen Angaben hat Wunderlist mehr als sechs Millionen Nutzer, davon 50.000 zahlende. 6Wunderkinder-Gründer Christian Reber peilt 100 Millionen Nutzer an.

Die Akquisition vereinfacht hat, dass der Wagnisfinanzierer Earlybird an beiden Firmen beteiligt ist. Unter Earlybirds Führung hatten Investoren im Sommer 2012 eine Million Euro in Moped investiert. Im November hatte Earlybird zusammen mit dem US-Wagnisfinanzierer Sequoia 19 Millionen Dollar (14 Millionen Euro) in 6Wunderkinder gepumpt.