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Gerichtsurteil: Kein Anspruch auf Audi für 7,10 Euro bei Ebay ++ Konjunktur: Osten springt nach Flutkatastrophe an ++ Leipzig: Posttochter DHL baut Luftfrachtdrehkreuz aus ++ General Motors: Autoriese beruft erstmals Frau an Konzernspitze

Kein Anspruch auf Audi für 7,10 Euro bei Ebay

Auf der Auktionsplattform Ebay dürfen Nutzer Auktionen abbrechen, wenn sie versehentlich keinen Mindestpreis angegeben haben, auch wenn jemand ein Gebot abgegeben hat, wie das Oberlandesgericht (OLG) Hamm entschied. Ein junger Mann hatte einen Audi A4 ohne Mindestpreis angeboten. Kurz danach brach er die Auktion ab und stellte den Wagen erneut mit Mindestpreis ein. Inzwischen hatte ein Ebay-Nutzer ein Höchstgebot von 7,10 Euro abgegeben und klagte auf Herausgabe. Vergeblich: Das OLG verwies auf die Geschäftsbedingungen von Ebay, wonach Anbieter ihre Angebote widerrufen können, wenn ihnen beim Einstellen ein Fehler unterlaufen war.

Osten springt nach Flutkatastrophe an

Die Flutkatastrophe hat im Sommer in Ostdeutschland Milliardenschäden angerichtet – mit dem Wiederaufbau kommt die Konjunktur nun kräftig in Schwung. Von Juli bis September legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorquartal um 0,8 Prozent zu, wie das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) auf Basis seines Konjunkturbarometers für Ostdeutschland am Dienstag mitteilte. Der Anstieg war damit 0,5 Prozentpunkte höher als im Westen. Im 4. Quartal sei mit einer Fortsetzung des Wachstums zu rechnen, hieß es. Das Institut erwartet nun, dass das Plus im zweiten Halbjahr den Rückgang im ersten Halbjahr ausgleicht.

Posttochter DHL baut Luftfrachtdrehkreuz aus

Die Posttochter DHL baut ihr Luftfrachtdrehkreuz Leipzig aus. In den kommenden fünf Jahren sollen insgesamt 150 Millionen Euro am Flughafen Leipzig/Halle investiert werden und 400 neue Arbeitsplätze entstehen. Geplant sei der Bau einer neuen, 40.000 Quadratmeter großen Sortierhalle, kündigte Robert Viegers, Geschäftsführer der DHL Hub Leipzig GmbH, an. Damit werde die Kapazität deutlich gesteigert. „Derzeit können wir 100.000 Pakete pro Stunde bearbeiten. Wir gehen auf 150.000.“ Aktuell arbeiten nach Angaben von DHL mehr als 3500 Menschen am Drehkreuz.

Autoriese beruft erstmals Frau an Konzernspitze

Der größte US-Autobauer General Motors (GM) wird künftig von einer Frau geführt: Die bisherige Chefin der Produktentwicklung, Mary Barra, soll am 15. Januar die Nachfolge von Unternehmenschef Dan Akerson antreten. Die 51-jährige Barra sei vom Verwaltungsrat bestimmt worden, teilte GM mit. Die Mutter von zwei Kindern arbeitet den Angaben zufolge bereits seit 33 Jahren für GM. Neben der Produktentwicklung übernahm sie im August auch die Verantwortung für den weltweiten Einkauf und die Zulieferkette. Barra sei eine „Führungsfigur“ beim andauernden Umbau des Unternehmens, erklärte GM. Sie sitzt auch im Aufsichtsrat der deutschen GM-Tochter Opel.