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Internet: Online-Versand von Lebensmitteln boomt ++ Export: Ifo-Chef Sinn verteidigt deutsche Unternehmen ++ Banken: Verständnis für die Finanzbranche ++ Eurozone: Troika friert Hilfe von einer Milliarde für Griechen ein

Online-Versand von Lebensmitteln boomt

Die Deutsche Post ist nach eigenen Angaben zufrieden mit ihrem vor einigen Monaten gestarteten Lebensmittel-Versandgeschäft. Der Chef der Post-Paketsparte DHL, Andrej Busch, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ bei der konzerneigenen Internet-Tochter Allyouneed.com habe sich kürzlich der 100.000. Kunde registriert. Die Deutsche Post DHL hatte Ende vergangenen Jahres die Mehrheit am Online-Supermarkt Allyouneed.com erworben. Ein Viertel der Lieferungen sind inzwischen frische Lebensmittel wie Gemüse, Obst und Milchprodukte.

Ifo-Chef Sinn verteidigt deutsche Unternehmen

Der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, hat die wachsende Kritik der EU und der USA an den hohen deutschen Exportüberschüssen zurückgewiesen. Nur durch die Exportüberschüsse sei Deutschland überhaupt in der Lage, die finanziellen Hilfen zur Rettung der Krisenländer zu leisten, schreibt Sinn in einem Gastbeitrag für die „Wirtschaftswoche“. Es sei „finsterste Winkelakrobatik, wenn man Deutschland einerseits vorwirft, es sei bei den Rettungsaktionen zu knausrig, und ihm andererseits seine großen Exportüberschüsse anlastet“, schreibt Sinn. Ohne die Exporte sei Deutschland nicht in der Lage, die Kredite für Südeuropa zu leisten.

Verständnis für die Finanzbranche

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat angesichts des jüngsten Bankenskandals davor gewarnt, beim Regulieren des Finanzmarkts „über das Ziel hinauszuschießen“. Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ : „Wer an die Kette gelegt wird, ist handlungsunfähig – das kann nicht das Ziel sein.“ Immer mehr Regeln zu schaffen, bringe mehr Bürokratie, aber nicht weniger Risiko. Im Zweifel werde sogar die Kreditversorgung für die Unternehmen erschwert. Wansleben nannte es „falsch“, die Finanzbranche als Ganzes unter Generalverdacht zu stellen. Am Mittwoch hatte die EU wegen Zinsmanipulationen gegen die Deutsche Bank und weitere internationale Großbanken eine Rekordstrafe von 1,7 Milliarden Euro verhängt.

Troika friert Hilfe von einer Milliarde für Griechen ein

Die so genannte Gläubiger-Troika mit Finanzexperten aus der Europäischen Union (EU), Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) friert die Auszahlung einer Hilfstranche in Höhe von einer Milliarde Euro für das EU-Mitgliedsland Griechenland ein. Zudem werde eine für kommende Woche geplante Reise nach Athen auf Januar verschoben, teilte die EU-Kommission am Sonnabendabend mit. Zur Begründung hieß es, zugesagte Reformen seien noch nicht umgesetzt worden. Umstritten ist laut Diplomaten unter anderem der Umbau von Staatsunternehmen.