Ausbildung

Bundespräsident betont die Bedeutung des Handwerks

Bundespräsident Joachim Gauck hat in Dortmund Deutschlands besten Handwerker-Nachwuchs geehrt.

Unter mehr als 800 Junghandwerkern hatten sich im Wettbewerb rund 110 als erste Bundessieger hervorgetan. Gauck lobte den Einsatzwillen der Sieger und betonte, dass es nicht unbedingt ein akademischer Berufsweg sein müsse, um die eigenen Talente zu entfalten. An die Handwerksbetriebe appellierte er, auch Schulabgänger mit weniger guten Zeugnissen auszubilden. „Auch Jugendliche ohne Einser-Zeugnisse sollen – nein müssen – eine Chance bekommen und notfalls auch eine zweite Chance“, sagte Gauck vor dem Hintergrund gesunkener Ausbildungszahlen.

Vor der Ehrung hatte sich Joachim Gauck die Gesellenstücke der Junghandwerker angesehen. Zu den Ausstellungsstücken zählten kunstvolle Hüte, ein Trachtenanzug, pinkfarbene Schuhe, Fenster, Brillen und die filigranen Werke einer Seilerin. Von Xenia Schüll aus Bremen ließ sich Gauck die Seilherstellung erklären. Die 21-jährige Bremerin kam über den Segelsport zur Ausbildung zur Seilerin. Auch Glaser Kevin Tobä aus Trier stellte seinen kunstvoll verarbeiteten gläsernen Raumteiler dem Bundespräsidenten persönlich vor. Instrumentenbauer Felix Büttner aus Leipzig zeigte Gauck das Griffbrett, das er für eine Gitarre gebaut hat.