Banken

Sparkassenverband: „Wir haben in Berlin viel Geld versenkt“

Der Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV), Michael Ermrich, rechnet mit Filialschließungen.

Ziel sei es, Kosten zu senken und die Zusammenarbeit zu verbessern. „Auch Filialschließungen sind durchaus denkbar, nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen“, so Emrich Dazu könnte es auch nach Fusionen kommen. Dadurch dürfte die Zahl der OSV-Mitglieder von 45 langfristig auf 40 sinken.

Ihr Engagement bei der Landesbank Berlin haben die ostdeutschen Sparkassen auf einen Euro abgeschrieben. „Wir haben einen Schnitt gemacht und hoffen, dass wir damit durch sind“, sagte Ermrich. Nun müsse sich zeigen, ob ein Teil der Abschreibung nur vorübergehend sei. „Wir haben in Berlin sehr viel Geld versenkt, das an anderen Stellen nun fehlt“, so Ermrich . Er erwartet als Miteigentümer der LBB vorerst auch keine Dividende. „Wir rechnen in den nächsten zwei, drei Jahren nicht mit einer Gewinnausschüttung.“

Gut 400 deutsche Sparkassen hatten 2007 die LBB für über fünf Milliarden Euro gekauft. Im Sparkassen-Lager gilt der Deal als zu teuer, aber auch als alternativlos. Denn sonst wäre die frühere Bankgesellschaft Berlin wohl in private Hände gefallen. Bis 2012 haben die Sparkassen rund 2,2 Milliarden Euro und damit etwa 40 Prozent des Kaufpreises abgeschrieben.