Ranking

Deutschland erreicht bei der Innovationsstärke Platz sechs

Baden-Württemberg ist das innovationsstärkste Bundesland, knapp gefolgt von Hamburg, Bayern, Berlin und Bremen.

Im internationalen Vergleich von 28 Industrieregionen erreicht Baden-Württemberg sogar Platz drei hinter den Spitzenreitern Schweiz und Singapur. Deutschland insgesamt kann sich 2013 auf dem sechsten Platz behaupten, wie aus dem neuen Innovationsindikator hervorgeht, den die Deutsche Telekom Stiftung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) seit 2005 jährlich herausgeben. Das deutsche Schusslicht Sachsen-Anhalt liegt international knapp hinter Irland, aber noch vor Japan, das nur den 19. Rang erreicht. Die Forscher erklären die vergleichsweise schlechte Position Japans mit der geringen internationalen Orientierung und Öffnung des Landes. Der Innovationsindikator setzt sich aus 38 Einzelindikatoren aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Staat und Gesellschaft zusammen.

Besondere Stützen der deutschen Innovationskraft sind danach Wirtschaft und Wissenschaft. „Die aktuellen Ergebnisse belegen, dass unsere Wirtschaft die drittinnovativste weltweit ist“, erklärte Dieter Schweer, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung. Im Bereich Wissenschaft verbesserte sich Deutschland von Rang elf auf acht. Staatliches Engagement könne aber noch mehr bewegen, erklärte Schweer. Deutschland fehle im Unterschied zu vielen anderen OECD-Staaten eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Auch der aktuelle Koalitionsvertrag zeige sich „mutlos“ und biete keine Perspektive für dieses Förderinstrument, kritisierte Schweer.

Erstmals wurden jetzt auch alle 16 Bundesländer in der Untersuchung miteinander verglichen. Hochburgen der Innovationen sind danach die süddeutschen Länder sowie alle drei Stadtstaaten. An siebter Stelle liegt mit Sachsen eines der ostdeutschen Länder, knapp vor dem Mittelfeld mit Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und dem Saarland.