Video-Plattform

Fubalytics bietet Videoanalyse für Fußballamateure

Mit der Video-Plattform Fubalytics können Amateur- und Jugendmannschaften ihre Fußballspiele analysieren wie die Profis.

Gründer Alexander Bitzke stellte sein Start-up beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller vor. 170.000 Jugend- und Amateurmannschaften gibt es in Deutschland, „ein weitgehend unbeachteter Markt“, wie Bitzke sagt. Sie tragen an jedem Wochenende während der Saison 40.000 Spiele aus. Dabei werden 10.000 Videos aufgenommen und ins Internet gestellt.

„Diese Videos sind eine Schatztruhe“, sagt der Gründer. Das Unternehmen bietet Vereinen auch Kameras an, die an Flutlichtmasten der Stadien installiert werden. Dann werden Spielvideos automatisch auf die Plattform geladen und online archiviert. Trainer und Spieler können die Analyse-Videos im Internet ansehen und in soziale Netzwerke teilen.

Bitzke bietet Trainern und Spielern die Möglichkeit, ihre Spiele mit Hilfe solcher Videos zu analysieren. Mit einem elektronischen Stift lassen sich in den Videos wichtige Elemente hervorheben. Spielaktionen lassen sich aus den Filmen herauslösen und den Spielern mit so genannten Tags zuordnen. Anschließend wird das Material online archiviert. „So erhalten Vereine ein Videoarchiv aller Partien und eine Datenbank mit den Videosequenzen aller Spieler“, sagt Bitzke. Spieler lassen sich dann von der U11 bis zur U23 beobachten. „Möglich sind demnächst auch Compilations, die alle Tore eines Spielers zeigen.“

Fubalytics startete 2011 als Ausgründung der Freien Universität Berlin. Seitdem haben die Gründer die Nachwuchsmannschaften von Hertha BSC, des VfL Wolfsburg und von FC Energie Cottbus als Partner gewonnen. Das Start-up verkauft sein Videoanalyseprogramm in verschiedenen Paketen. 14,90 Euro kostet die Basisversion pro Monat , 149 Euro das erweiterte Paket. Für das nächste Jahr sind Internet-Liveschaltungen von Amateurspielen geplant.