Ratgeber

So kommen Pendler schneller ans Ziel

Acht Apps machen Reisen mit Bus, Bahn, Rad, Mietwagen und Fahrgemeinschaften besser

Der Weg zur Arbeit und nach Hause ist voller Tücken: Staus, Umleitungen, verspätete Züge. Smartphone-Apps können zwar nicht zaubern, helfen aber dabei, in einer Metropole wie Berlin schneller von einem Ort zum anderen zu kommen – oder einfach nur anders. Acht Smartphone-Apps für Pendler und andere Menschen, die häufig unterwegs sind.

1. iFahrinfo: die offizielle App

Die offizielle Fahrplanauskunft für Berlin und Brandenburg für das iPhone heißt iFahrinfo für Apple-Geräte beziehungsweise Fahrinfo Mobil für Android. Die App bringt ihre Nutzer mit Bahnen, Bussen und Fähren ans Ziel. Sämtliche Fahrpläne von mehr als 1000 Regionalverkehrs-, S-Bahn-, U-Bahn-, Straßenbahn-, Bus- und Fährlinien mit über 13.000 Haltestellen im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) sind in der App vereint. Die Fahrpläne sind nach Anbieterangaben stets auf dem aktuellen Stand und informieren auch über Sonderverkehre oder Fahrplanänderungen. Für die Mehrheit der Bahnlinien sowie für viele Straßenbahn- und Busverkehre in Brandenburg sind laut Anbieter minutengenaue Fahrplan-Prognosen verfügbar. Es werden auch Fahrpreise angegeben. Die App erhält in der Nutzerbewertung 3,5 Sterne bei iOS und 4,5 bei Google Play.

2. Maps Transit: die Google-App

Das gesamte Angebot der Busse und Bahnen in Berlin und Brandenburg ist in Google Maps Transit – der Routenplanung für öffentliche Verkehrsmittel des Suchmaschinenkonzerns – verfügbar. Nutzer wählen in der App das Zug-Icon und können dann ihre Reiseroute mit Bahn-Regionalverkehr, S-Bahn, U-Bahn, Tram, Bus und Fähren aller 40 Verkehrsunternehmen planen. Auch die Zeiten für Fußwege vom oder zum Bahnhof werden berücksichtigt. Der VBB ist deutschlandweit der erste Verkehrsverbund, der für sein Verbundgebiet flächendeckend Fahrplandaten aller Verkehrsmittel des ÖPNV in Google Maps bereitstellt. Die App erhält in der Nutzerbewertung 4,5 Sterne bei iOS und 4,3 bei Google Play.

3. Call-a-Bike: die Radfahrer-App

Zwar ist momentan keine Radfahrersaison. Dennoch bietet die Deutsche Bahn Leihräder an, die per App gebucht werden können. Verfügbare Fahrräder beziehungsweise ihre Verleih- und Rückgabestationen werden auf einer Umgebungsstraßenkarte angezeigt. Registrierte Nutzer leihen mit einem Touch auf den Bildschirm das Fahrrad aus. Der Buchungsanruf wird aus der App heraus gestartet. Das Leihfahrradsystem startete 2011 in Berlin unter dem Motto „Call a Bike – das Stadtrad für Berlin“. 1450 Fahrräder stehen den Kunden an 100 festen Stationen rund um die Uhr zur Verfügung. Bis zum Sommer 2014 wird das Stadtgebiet nach Angaben der Bahn mit bis zu 50 weiteren Stationen versorgt. Die Flotte wird um 300 Räder aufgestockt. Die Miete beträgt acht Cent/Minute, 15 Euro am Tag oder pauschal 48 Euro jährlich mit jeweils 30 Freiminuten pro Ausleihe. Die App erhält in der Nutzerbewertung 4,5 Sterne bei Apple-App-Store für iOS und 3,8 bei Google Play, dem App-Store für Smartphones mit dem Android-Betriebssystem.

4. Flinc: die Mitfahrer-App

Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, findet diese bei flinc. Mehr als 650.000 Fahrten und Mitfahrten laufen jeden Monat über die Plattform. Das Unternehmen mit Fokus auf Kurz- und Mittelstrecken ging 2011 an den Start und baute den Dienst systematisch aus. Er ist in die Navigationslösungen von Navigon und Bosch integriert. Fahrer können ihre Route in die mobile Navigon-App eingeben und Mitfahrern auf ihrer flinc-App anbieten. Seit April 2012 kooperiert flinc auch mit DriveNow, dem Carsharing-Angebot von BMW. Auch DriveNow-Nutzer können ihre Fahrten mit einem Klick anbieten. Umgekehrt werden freie DriveNow-Fahrzeuge flinc-Nutzern vorgeschlagen. Die App erhält in der Nutzerbewertung vier Sterne bei iOS und 4,2 bei Google Play.

5. MeMobility: die Autofahrer-App

MeMobiliy ist eine Smartphone-App, in der auf einer Straßenkarte die verfügbaren Fahrzeuge unterschiedlicher Carsharing-Anbieter in der Nähe angezeigt werden und gebucht werden können. Angezeigt werden Autos von car2go, DriveNow, Flinkster und Multicity. car2go und DriveNow können nach Anbieterangaben direkt aus der App heraus reserviert werden. Bei Flinkster und Multicity ist derzeit noch eine Verknüpfung zu den jeweiligen Apps integriert. Demnächst zeigt MeMobility auch Fahrzeuge von Carsharing-Anbietern sowie Leihfarräder und öffentliche Verkehrsmittel an. Die MeMobility-App ist kostenfrei. Für die Nutzung der Mobilitätsangebote fallen die Gebühren der jeweiligen Anbieter an. Die Berliner Morgenpost ist Partner von MeMobility. Die App erhält in der Nutzerbewertung 4,1 Sterne bei Google Play.

6. Moovel: die Daimler-App

U-Bahn, Mietwagen, Fahrrad oder doch ein Taxi? Wer sich in Berlin einen Überblick über diese Frage verschaffen will, findet eine Antwort bei der App Moovel. Entwickelt von der Daimler AG, bündelt sie die Angebote unterschiedlicher Mobilitätsanbieter. Die App zeigt in einer Zeitleiste die Fahroptionen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg, von mitfahrgelegenheit.de und außerdem freie car2go-Mietwagen, die reserviert werden können. Zudem sind die Angebote der Taxi-Bestell-App „myTaxi“ und des Fahrradvermieters „Nextbike“ integriert. Eine Taxiruf-Funktion komplettiert die aktuelle Version von Moovel in Berlin. Die jeweilige Reisedauer wird einschließlich der zugehörigen Fußwege, Abfahrts- und Ankunftszeiten in Blockdiagrammen übersichtlich angezeigt. Die App erhält in der Nutzerbewertung 4,0 Sterne bei Google Play.

7. Fahrinfo: die BVG-App

FahrInfo Berlin ist eine aktuelle Fahrplanauskunft für S- und U-Bahnen, Busse und Trams. Nutzer geben ihre Abfahrts- und Ankunftshaltestelle an und erhalten eine Liste mit den drei nächstbesten Verbindungen zu Ihrem Ziel. Blockdiagramme zeigen die Fahrdauer und Wartezeiten. Die App hat nur drei Sterne in der Nutzerbewertung bei iOS.

8. Parku: die Park-App

Parku plant eine Art Airbnb für Parkplätze. Das Unternehmen vermarktet Restplätze in Parkhäusern und Tiefgaragen. Autofahrer sehen auf einer Straßenkarte die freien Plätze. Sie reservieren ihren Wunschplatz mit einem Klick, werden zum Ziel geleitet und öffnen dann das Tor oder die Schranke des Parkhauses, indem sie mit einem weiteren Klick in der App einen QR-Code scannen, der an der Einfahrt aufgeklebt ist. Die Ausfahrt erfolgt entsprechend. Die Parkgebühren werden am Monatsende abgerechnet. Die App ist noch zu neu für eine Bewertung der aktuellem Version.