Meldungen

WirtschaftNews

Ritter Sport: Rechtliche Schritte gegen Warentester ++ Deutsche Telekom: Konzern führt bei Teilzeit Rückkehrrecht ein ++ Solarworld: Hersteller übernimmt Bosch-Sparte ++ 23andMe: US-Pharmabehörde stoppt Gentest-Firma

Rechtliche Schritte gegen Warentester

Der Schokoladenhersteller Ritter Sport will gegen die Stiftung Warentest vorgehen. „Wir prüfen rechtliche Schritte“, sagte eine Sprecherin. Die Einschätzung, dass Schokolade von Ritter Sport wegen falscher Deklaration nicht verkehrsfähig sei, teile die Firma nicht. Wie genau die rechtlichen Schritte aussehen sollen, stehe noch nicht fest. Stein des Anstoßes ist das Vanille-Aroma Piperonal. Vergangene Woche hatte Stiftung Warentest einen Schokoladentest veröffentlicht. Darin bezeichnen die Tester die Kennzeichnung „natürliches Aroma“ bei Ritter Sport als irreführend, weil sie einen chemisch hergestellten Aromastoff nachgewiesen hätten.

Konzern führt bei Teilzeit Rückkehrrecht ein

Die Deutsche Telekom will als eines der ersten deutschen Unternehmen für Teilzeit-Mitarbeiter eine Rückkehrrecht einführen. Sie sollen das Recht haben, eine Teilzeit-Tätigkeit vorzeitig zu beenden und zur ursprünglichen Wochenarbeitszeit zurückzukehren. Diese Rückkehrgarantie soll bereits ab Januar gelten. Laut Telekom fiel es in der Vergangenheit Mitarbeitern vor allem bei längeren oder unbefristeteten Teilzeitbeschäftigungen häufig schwer, aus der Teilzeit zurückzukehren. „Mit der neuen Rückkehrgarantie geben wir unseren Beschäftigten mehr Planungssicherheit und sorgen gleichzeitig für bessere Mitarbeiterbindung“, erklärte Telekom-Personalvorstand Marion Schick.

Hersteller übernimmt Bosch-Sparte

Gerade selbst dem Abgrund knapp entkommen, verleibt sich Solarworld Teile der Bosch-Solarsparte ein. Der Bonner Solartechnikhersteller übernimmt die Fertigung von Zellen und Modulen am Hauptsitz der Bosch-Sparte im thüringischen Arnstadt. Rund 800 Mitarbeiter sollen an dem bisher von Schließung bedrohten Thüringer Standort bei Solarwordd eine Zukunft haben. Die Übernahme habe „keine finanzielle Auswirkung auf Solarworld“. Für andere Bereiche der Bosch-Solarsparte mit derzeit noch 2600 Beschäftigten in Frankreich und Brandenburg werde noch nach Lösungen gesucht. Bosch hatte im März nach Verlusten von 2,4 Milliarden Euro den Komplettausstieg aus dem Solar-Geschäft beschlossen.

US-Pharmabehörde stoppt Gentest-Firma

Die von der Ehefrau des Google-Mitgründers Sergey Brin gestartete Gentest-Firma 23andMe muss vorläufig den Betrieb einstellen. Die US-Pharmabehörde FDA untersagte den Verkauf ihrer Selbsttest-Sets, weil sie nicht die erforderlichen Zulassungen bekommen hätten. Es gebe keine Sicherheit, dass die Test-Ergebnisse korrekt seien. Die Behörde befürchtet Fehldiagnosen, die einerseits Menschen mit erhöhtem Risiko von Erbkrankheiten falsche Sicherheit geben – und andererseits ungefährdete Kunden zu kostspieligen oder gefährlichen Behandlungen verleiten könnten.