Unternehmen

Deutsche Bahn senkt Erwartungen an den Gewinn

Die Deutsche Bahn wird in diesem Jahr deutlich weniger verdienen als geplant.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost wird das Vorsteuerergebnis für 2013 nur noch bei knapp über zwei Milliarden Euro liegen. Konzernchef Rüdiger Grube hatte ursprünglich 2,9 Milliarden Euro angepeilt. Wegen gestiegener Kosten bereiten Grube derzeit alle Sparten Kopfzerbrechen. „Wir müssen in die Hände spucken und die Ärmel hochkrempeln. Denn mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2013 ist der Bahn-Vorstand nicht zufrieden“, sagte Grube in der Mitarbeiterzeitung „DB-Welt“.

Der Umsatz werde in diesem Jahr stabil bleiben, so Grube. Allerdings laufen der Bahn die Kosten weg. Teure Tarifabschlüsse, gestiegene Energiekosten und die in vielen Ländern schwächelnde Konjunktur bremsen die Bahn im Personen- und Güterverkehr. Hinzu kommen die Folgen des Elbe-Hochwassers und der zunehmend schärfere Wettbewerb im Regionalverkehr. All diese Posten, die nur ein Ausschnitt sind, seien Puzzleteile, würden sich in Summe aber spürbar niederschlagen, heißt es im Konzern.

Nahezu alle Sparten der Bahn werden nicht wie erwartet abschneiden. Der Konzern beklagt unter anderem teure Aufwendung in Folge der Energiewende. Die Erneuerbare-Energie-Umlage (EEG) würde derzeit pro Jahr mit mehr als 90 Millionen Euro zu Buch schlagen. Die Hochwasserschäden, Umsatzausfälle aufgrund der geringeren Zahl von Zügen, die gefahren werden konnten, summieren sich auf eine dreistelligen Millionenbetrag. Die Bahn hatte bereit im ersten Halbjahr deutlich schlechtere Geschäfte gemacht. Der Gewinn sank um fast 30 Prozent auf 554 Millionen Euro. Dem Staatsunternehmen machten damals unter anderem der lange Winter und das Hochwasser zu schaffen.