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Bitcoins: Commerzbank sieht keine Zukunft für Digitalwährung ++ Kleidung: Mustang-Hersteller will wieder Gewinne schreiben ++ Spekulation: Händler der Credit Suisse zu Gefängnis verurteilt ++ Vereisung: Neue Probleme für den Dreamliner

Commerzbank sieht keine Zukunft für Digitalwährung

Die Digitalwährung Bitcoin hat nach Ansicht des Commerzbank-Chefvolkswirts Jörg Krämer auf Dauer keine Chance. Wegen der starken Kursausschläge trage die Bitcoin-Währung die Zerstörung schon in sich, sagte Krämer der „Wirtschaftswoche“. „Niemand verwendet eine Währung, die dauernd Achterbahn fährt.“ Als Treiber für Kurssprünge sieht erSpekulation. „Die steigende Nachfrage trifft auf ein fixiertes Angebot an Bitcoins, so dass der Wechselkurs des Bitcoin gegenüber dem Euro in die Höhe schießt“, sagte Krämer. Weil niemand bereit sei, häufig die Bitcoin-Preise zu ändern, werde die Eignung als Transaktionswährung zerstört.

Mustang-Hersteller will wieder Gewinne schreiben

Der Jeanshersteller Mustang arbeitet sich aus der Krise. Dieses Jahr hofft Geschäftsführer Dietmar Axt auf ein Umsatzplus von gut zehn Prozent auf 100 Millionen Euro. Außerdem soll das Traditionsunternehmen aus Künzelsau vor Steuern wieder Gewinn abwerfen. „Das gab es seit fünf Jahren nicht mehr“, sagte Axt, der den Jeanshersteller seit Anfang 2012 leitet. Axt war 2011 zusammen mit 14 anderen privaten Gesellschaftern bei dem angeschlagenen Familienunternehmen eingestiegen. Er setzt auf die Marke Mustang und hat das Filial- und Großhandelsgeschäft umgekrempelt. Axts Ziel: Bis 2016 will er den Umsatz noch einmal verdoppeln.

Händler der Credit Suisse zu Gefängnis verurteilt

Im Skandal um Milliardenverluste bei der Schweizer Großbank Credit Suisse ist ein früherer Händler in New York wegen Betrugs und Bilanzfälschung zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 40-jährige Ex-Banker hatte sich vor Gericht schuldig bekannt, 2007 und 2008 mit zwei Kollegen mit Hypotheken besicherte Wertpapiere zu hoch bewertet zu haben, um einen höheren Bonus einzustreichen. Kurz darauf hatte das Platzen der Immobilienblase in den USA eine weltweite Krise ausgelöst. In dem Fall geht es um einen Betrag in Höhe von 540 Millionen Dollar (398 Millionen Euro).

Neue Probleme für den Dreamliner

Die Pannenserie beim Boeing-Hoffnungsträger 787 Dreamliner reißt nicht ab. Der US-Flugzeugbauer warnte am Sonnabend gemeinsam mit dem Industriekonzern General Electric 15 Fluggesellschaften, dass bei einigen ihrer Modelle die Vereisung von Triebwerken droht. Deshalb sollten Dreamliner und das neue Jumbomodell 747-8 mit bestimmten GE-Motoren nicht in die Nähe von Gewitterwolken fliegen, weil sich sonst Eiskristalle ansammeln könnten. Japan Airlines erklärte umgehend, die 787 von zwei Langstrecken-Routen abzuziehen. Auch die Lufthansa ist betroffen. Sie hat die 747-8 auf Interkontinentalverbindungen in ihrer Flotte. „Wir prüfen jetzt die eventuell erforderlichen Konsequenzen“, so die Lufthansa.