Handel

Verkauf gescheitert: Auch für Max Bahr droht das Aus

Die Übernahme der insolventen Baumarktkette Max Bahr mit 3600 Beschäftigten ist gescheitert.

Der Dortmunder Konkurrent Hellweg habe sich nicht mit der Royal Bank of Scotland, dem Hauptvermieter von 66 Baumärkten, geeinigt, berichtete der Insolvenzverwalter. Die Gläubiger des einstigen Aushängeschilds des Praktiker-Konzerns hatten Hellweg bis Freitag Zeit gegeben, sich mit der RBS zu einigen. Praktiker hatte im Juli Insolvenz angemeldet und Max Bahr mit in die Pleite gerissen.

Damit bleibt vom Praktiker-Konzern mit seiner Tochtergesellschaft Max Bahr nichts übrig. Die Kette umfasste einmal 315 Märkte, für Praktiker arbeiteten einst 20.000 Menschen, einen Käufer haben die Insolvenzverwalter aber bisher nur für drei Märkte in Luxemburg mit 200 Mitarbeitern gefunden. Die meisten Standorte sind bereits geräumt oder im Ausverkauf und sollen einzeln verwertet werden. Auch die Max-Bahr-Märkte werden nun ausverkauft.

Der Insolvenzverwalter will die insgesamt 73 Baumärkte von Max Bahr nun einzeln verkaufen. Für mehr als die Hälfte davon stünden schon Konkurrenten wie Obi, Rewe/Toom oder Hagebau als Mieter bereit, sagten zwei Insider. Auch der saarländische Handelskonzern Globus könnte wieder ins Spiel kommen. Insolvenzverwalter und RBS hatten sein Angebot als zu niedrig abgelehnt. Globus hat Interesse an rund 60 Max-Bahr- und weiteren Praktiker-Standorten sowie der Firmenzentrale.