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Ryanair: Billigflug-Pionier leidet unter Preiskampf in Europa ++ Blackberry: Verkauf abgesagt und Konzernchef entlassen ++ Twitter: Kurznachrichtendienst erhöht Aktienpreis ++ Debeka: Justiz prüft Ermittlungen gegen Krankenversicherung

Billigflug-Pionier leidet unter Preiskampf in Europa

Der harte Wettbewerb in Europa durchkreuzt die Gewinnpläne der irischen Fluggesellschaft Ryanair. Der Überschuss dürfte im Ende März endenden Geschäftsjahr nur noch 500 bis 520 Millionen Euro erreichen, teilte Europas größter Billigflieger mit. Trotz steigender Fluggastzahlen wäre dies weniger als im Vorjahr. Zu den Gründen zählte Ryanair-Chef Michael O'Leary auch die schwächere Wirtschaftsentwicklung in Europa. Ryanair hat nach eigenen Angaben die Ticketpreise gesenkt. Von Februar an will Ryanair zudem feste Sitzplätze einführen, die etwa Konkurrent Easyjet schon anbietet. Damit wolle man zeigen, dass man den Kunden und ihren Wünschen zuhöre, hieß es.

Verkauf abgesagt und Konzernchef entlassen

Der kriselnde Smartphone-Pionier Blackberry bleibt selbstständig: Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, ist der Verkauf von Blackberry an den kanadischen Investmentfonds Fairfax Financial oder andere Interessenten vom Tisch. Stattdessen werde eine Gruppe von Investoren unter Führung von Fairfax Financial über eine Kapitalerhöhung eine Milliarde Dollar in das Unternehmen stecken. Zugleich verlässt der deutsche Unternehmenschef Thorsten Heins Blackberry. Der frühere Siemens-Manager hatte den Chefposten bei Blackberry erst Anfang 2012 übernommen, als die Firma bereits in der Krise steckte. An der New Yorker Börse sorgten die Nachrichten für einen regelrechten Absturz.

Kurznachrichtendienst erhöht Aktienpreis

Kurz vor seinem Börsengang hat der Online-Kurznachrichtendienst Twitter die Erwartungen nach oben geschraubt. Das US-Unternehmen hob am Montag den anvisierten Ausgabepreis für seine Aktien auf 23 bis 25 US-Dollar an. Aus bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Dokumenten ging hervor, dass Twitter mit der Neuemission bis zu zwei Milliarden Dollar (1,48 Milliarden Euro) einnehmen will. Bislang hatte das Unternehmen eine Preisspanne von 17 bis 20 Dollar sowie einen Erlös von bis zu 1,6 Milliarden Dollar angepeilt. Der Marktwert von Twitter würde zwischen 12,8 Milliarden und 13,9 Milliarden Dollar betragen.

Justiz prüft Ermittlungen gegen Krankenversicherung

Die Koblenzer Staatsanwaltschaft prüft Vorwürfe des illegalen Datenhandels gegen die Debeka Versicherung. Es geht dabei um den mutmaßlichen Kauf von Adressen angehender Beamte in großem Stil, um auf diese Weise einen unerlaubten Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Die Debeka kündigte indes interne und externe Überprüfungen an. Am vergangenen Donnerstag hatte das Versicherungsunternehmen in einer Mitteilung Verfehlungen in den 1980er und 1990er Jahren eingeräumt. Vertriebsmitarbeiter hätten auf eigene Rechnung Adressen potenzieller Kunden erworben, die zwischen Mitarbeitern weiter verteilt worden seien