Verbraucher

Verbindliche Angaben zur Herkunft verteuern Fleisch

Eine verbindliche Herkunftskennzeichnung bei Fleisch könnte nach Einschätzung der EU-Kommission die Preise erhöhen.

Je nach Art der Kennzeichnung könnten die Produktionskosten um bis zu 50 Prozent steigen, heißt es im Entwurf eines Berichts der EU-Kommission an das Europäische Parlament und den EU-Rat. Die Verbraucher müssten das Plus fast vollständig mitbezahlen.

Die EU-Kommission analysiert in dem Bericht die Folgen einer Herkunftskennzeichnung für drei Varianten: Die Kennzeichnung bleibt freiwillig, es wird angegeben, ob Fleisch aus der EU kommt oder nicht, das genaue Herkunftsland wird genannt. Seit dem BSE-Skandal gilt eine Herkunftskennzeichnung bislang nur für Rindfleisch. Angegeben werden müssen Geburts- und Mastort, Schlacht- und Zerlegungsbetrieb. Nun will die EU eine Kennzeichnung für Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege einführen.