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Radeberger: Oetker-Konzern trennt sich von Chef der Biersparte ++ Karstadt: Kartellamt: Benko kann Luxushäuser übernehmen ++ Brasilien: Land will billige Impfstoffe für Arme herstellen ++ BP: Ölkatastrophe in den USA belastet Konzern weiter ++ Formel 1: Zivilprozess gegen Bernie Ecclestone beginnt

Oetker-Konzern trennt sich von Chef der Biersparte

Der größte deutsche Bierproduzent trennt sich von seinem Chef. Erlfried Baatz scheide wegen „unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Ausrichtung der Radeberger Gruppe mit sofortiger Wirkung aus dem Unternehmen aus“, berichtete der Oetker-Konzern, zu dem Radeberger (Berliner Pilsner) gehört, überraschend. Nachfolger wird zum 1. Dezember der ehemalige Radeberger-Manager Niels Lorenz. Baatz, seit 20 Jahren im Unternehmen, war erst vier Monate im Amt.

Kartellamt: Benko kann Luxushäuser übernehmen

Der österreichische Immobilieninvestor Rene Benko kann mit seiner Signa-Holding nach den Filetstücken des angeschlagenen Warenhausriesen Karstadt greifen. Das Bundeskartellamt billigte die Übernahme der Mehrheit am operativen Geschäft der Luxus-Warenhäuser KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München sowie der Karstadt-Sportfilialen. Die Transaktion sei nach einer einfachen Prüfung ohne Auflagen freigegeben worden, hieß es. Verkäufer ist Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen.

Land will billige Impfstoffe für Arme herstellen

Brasiliens Regierung hat die Produktion von Impfstoffen gegen Masern und Röteln zu Billigpreisen angekündigt. Von 2017 an sollen insgesamt 30 Millionen Dosen des Doppelimpfstoffes vor allem nach Afrika, aber auch nach Asien und Lateinamerika geliefert werden. Dazu stellt die Regierung umgerechnet 530 Millionen Euro bereit. Partner ist die Bill & Melinda-Gates-Stiftung. Die Impfstoff-Dosis soll zum Preis von 39 Euro-Cent abgegeben werden.

Ölkatastrophe in den USA belastet Konzern weiter

BP, Europas zweitgrößter Ölkonzern, hat im dritten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Der bereinigte Gewinn fiel um etwas mehr als ein Viertel auf 3,7 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro). Die Ölpreise blieben zwar stabil, doch das Raffineriegeschäft entwickelte sich deutlich schlechter. BP hat auch drei Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko mit den finanziellen Folgen zu kämpfen. Bis Ende des dritten Quartals beläuft sich die gesamte Vorsteuerbelastung für BP auf 42,5 Milliarden Dollar.

Zivilprozess gegen Bernie Ecclestone beginnt

Im Bestechungsskandal um Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat vor dem höchsten britischen Zivilgericht ein Verfahren um Schadenersatz-Ansprüche begonnen. Die Constantin Medien AG in München hatte ihn auf Zahlung von 171 Millionen Dollar (124 Millionen Euro) verklagt. Sie argumentiert, ihr sei ein erheblicher Gewinn entgangen, weil Ecclestone dafür gesorgt habe, dass ein Aktienpaket an der Formel 1 zu billig verkauft wurde.