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Finanzierung durch Maut

Projekt 2008 haben sich Deutschland und Dänemark in einem Staatsvertrag dazu verpflichtet, eine feste Querung des Fehmarnbelts zu schaffen. Dänemark ist dabei zuständig für Errichtung, Betrieb und Finanzierung des Bauwerks, Deutschland für die erforderliche Hinterlandanbindung für Straße und Schiene.

Tunnel Lange wurde über die günstigste technische Lösung gestritten. Vor allem um den starken Schiffsverkehr in der Meerenge nicht zu gefährden, fiel 2011 die Entscheidung zugunsten eines 17,6 Kilometer langen Tunnels. Das Bauwerk soll Platz für zwei elektrifizierte Bahngleise und vier Fahrstreifen für Autos bieten. Der Baubeginn soll im Sommer 2015 erfolgen, die Inbetriebnahme bis Ende 2021. Die Reisezeit verkürzt sich durch den Tunnel im Vergleich zur Fähre von einer dreiviertel Stunde auf sieben (Zug) bis zehn Minuten (Auto).

Kosten Nach aktuellen Kalkulationen kostet die Querung 5,5 Milliarden Euro. Die dem dänischen Staat gehörende Gesellschaft Femern A/S will dafür Kredite aufnehmen und durch Mauteinnahmen innerhalb von 39 Jahren refinanzieren. Die Mautgebühren sollen den heutigen Fährentgelten entsprechen. Die EU hat eine Ko-Finanzierung von 50 Prozent der Planungskosten und bis zu 30 Prozent der Baukosten in Aussicht gestellt.