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Bundesbank: Wohnimmobilien in Großstädten überbewertet ++ Reisen: Gläubiger von GTI Travel gehen leer aus ++ Amazon: Kartellamt geht gegen „Best Price“-Klauseln vor ++ Italien: Polizei nimmt Schweizer Ex-Bankmanager fest

Wohnimmobilien in Großstädten überbewertet

Wohnimmobilien in großen deutschen Städten haben sich seit 2010 so stark verteuert, dass sie möglicherweise überbewertet sind. Das schreibt die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht. In Großstädten wie Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf liegen die Preise teilweise bis zu 20 Prozent über dem mit demografischen und ökonomischen Faktoren erklärbaren Niveau, wie es heißt. Deutliche Übertreibungen am Markt für Wohnimmobilien generell seien jedoch nicht zu erkennen. Insgesamt hätten sich Wohnungen und Häuser in den vergangenen drei Jahren um 8,25 Prozent verteuert, wobei es ein „ausgeprägtes Stadt-Land-Gefälle“ gebe.

Gläubiger von GTI Travel gehen leer aus

Die Gläubiger der insolventen Reiseunternehmen GTI Travel und Buchmal Reisen werden voraussichtlich leer ausgehen. Die Insolvenzmasse reiche lediglich dazu aus, die Kosten des Verfahrens zu decken, teilte ein Sprecher des Düsseldorfer Amtsgerichts mit. Das habe der Insolvenzverwalter dem Gericht mitgeteilt. Die Gläubigerversammlungen sollen am 29. Oktober im Amtsgericht stattfinden. Die Gläubiger könnten aber nicht einmal mit einer Erstattung der Anreisekosten rechnen. Beide Unternehmen hatten Anfang Juni Insolvenzantrag gestellt. Tausende Reisende waren betroffen. Wie viele Gläubiger offene Forderungen haben, blieb unklar.

Kartellamt geht gegen „Best Price“-Klauseln vor

Das Bundeskartellamt will im Kampf gegen wettbewerbsbehindernde Preisklauseln den Druck auf Amazon erhöhen. „Die Bedingungen, zu denen Amazon den sogenannten Marketplace betreibt, haben wettbewerbsbehindernde Wirkung“, sagte der Präsident der Behörde, Andreas Mundt, der „Süddeutschen Zeitung“. Amazon zeigte sich überrascht: Das Unternehmen habe bereits bekannt gegeben, in Deutschland auf die sogenannte Preisparität zu verzichten, betonte der Online-Händler in einer Stellungnahme am Montag. Stein des Anstoßes sind Vertragsbedingungen, nach denen Händler ihre Ware auf keiner anderen Plattform günstiger anbieten dürfen als bei Amazon.

Polizei nimmt Schweizer Ex-Bankmanager fest

Die italienische Polizei hat einen seit Jahren gesuchten früheren Schweizer Bankmanager festgenommen. Die Beamten spürten den 54-Jährigen in einem Luxus-Hotel in der Innenstadt von Bologna auf, wie italienische Medien am Montag berichteten. Der frühere Chef der Vermögensverwaltung der Schweizer Bank UBS soll rund 20.000 amerikanischen Kunden dabei geholfen haben, mit Konten in der Schweiz Steuerzahlungen in ihrem Heimatland zu umgehen. Der Ex-Manager dementierte die Vorwürfe über seinen Anwalt. Insgesamt soll es bei dem mutmaßlichen Steuerbetrug um eine Summe von 20 Milliarden US-Dollar (etwa 14,6 Mrd Euro) gehen.