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Ikea: Möbelhändler wächst besonders stark im Osten ++ Konsum: Deutsche sparen von 100 Euro je 10,30 Euro ++ Commerzbank: Keine Mehrheit für kleineren Vorstand ++ Mode: Gerry Weber baut mehr Läden im Ausland ++ Arbeitsmarkt: Jobchancen für Ungelernte schwinden

Möbelhändler wächst besonders stark im Osten

Florierende Geschäfte in Russland, China und Nordamerika haben Ikea trotz der globalen Konjunkturflaute zu einem Umsatzplus verholfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr seien die Einnahmen um 3,1 Prozent auf 27,9 Milliarden Euro gestiegen, teilte der größte Möbelhändler mit. Während die Geschäfte in Südeuropa weiter unter den Folgen der wirtschaftlichen Krise dort litten, habe der Konzern fast überall sonst den Marktanteil ausbauen können.

Deutsche sparen von 100 Euro je 10,30 Euro

Die Bundesbürger geben angesichts magerer Zinsen weiterhin viel Geld aus. Nach einer repräsentativen Sparkassen-Umfrage haben acht Prozent der privaten Haushalte in Deutschland ihre Konsumausgaben in letzter Zeit gesteigert, bei 68 Prozent blieben sie gleich. Zwar gaben wie im Vorjahr 23 Prozent an, den Gürtel enger geschnallt zu haben. Die Quote verharrt jedoch auf dem niedrigsten Wert seit Jahren. Von 100 Euro sparten sie im Schnitt 10,30 Euro, so das Statistische Bundesamt.

Keine Mehrheit für kleineren Vorstand

Das Tauziehen um die Verkleinerung des Commerzbank-Vorstands geht in die nächste Runde. Der Vorschlag von Aufsichtsratschef Klaus-Peter Müller, zwei Manager abzuberufen, verfehlte am Montag die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Kontrollgremium. Einen neuen Anlauf könnte Müller in etwa vier Wochen wagen. Scheitert auch er, könnte er bei einem dritten Versuch direkt sein Doppelstimmrecht einsetzen und so die Entscheidung durchdrücken. Dem Vernehmen nach sollen Ulrich Sieber und Jochen Klösges gehen.

Gerry Weber baut mehr Läden im Ausland

Nach Österreich, den Niederlanden, Belgien und Polen nimmt der Damenmodehersteller Gerry Weber nun Tschechien, die Slowakei und Schweden ins Visier. Neben dem Einzelhandel werde das Online-Geschäft aufgebaut. Die Eröffnung eigener Läden hatte dem Konzern in den ersten neun Monaten des Bilanzjahres einen Umsatzsprung von 21,2 Prozent auf knapp 260 Millionen Euro beschert.

Jobchancen für Ungelernte schwinden

Je niedriger die Qualifikation, desto größer ist das Risiko, arbeitslos zu werden. Das belegen neue Zahlen des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Danach lag die Arbeitslosenquote von Akademikern im Jahr 2012 nur bei 2,5 Prozent.

Die Quote von Menschen mit einer betrieblichen oder schulischen Berufsausbildung war mit fünf Prozent doppelt so hoch. Am höchsten war die Arbeitslosenquote von Menschen ohne Berufsabschluss mit 19 Prozent. „Bildung ist der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“, erklärten die IAB-Forscher.