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Technik gegen Kabeldiebe

Künstliche DNA Seit Anfang 2012 setzt die Deutsche Bahn in der Region Berlin-Brandenburg eine neue Technik ein. Mithilfe synthetisch hergestellter DNA-Moleküle, die per Sprühpistole unsichtbar aufgetragen und unter UV-Licht sichtbar werden, sind Kabel jederzeit als Diebesgut identifizierbar. Wer sie zerschneidet, dem haften die Moleküle an Haut, Kleidung und Werkzeug. So will die DB den Kriminellen ihre Absatzmöglichkeiten nehmen – vor allem aber potenzielle Diebe abschrecken.

Hologramm Zusätzlich enthält die Sprühlösung mikroskopisch kleine Plättchen mit dem Hologramm des DB-Logos und einer Codenummer, die auf den Streckenabschnitt hinweist, von dem das Kabel stammt. Das erleichtert den Ermittlern die Beweisführung, wenn sie Täter samt Beute erwischen. Metallhändler können das Diebesgut damit außerdem eindeutig als Eigentum der Bahn identifizieren. DNA und Mikroplättchen werden derzeit vor allem an bekannten Brennpunkt-Strecken punktuell eingesetzt.

Drohnen Der Energieversorger Vattenfall setzt bei der Jagd auf Metalldiebe neuerdings auch Drohnentechnik ein. Ein Flugroboter – unter anderem ausgestattet mit einer Wärmebildkamera – überwacht die Tagebau-Anlagen in der Lausitz. Die Kosten sollen bei etwa 30.000 Euro liegen. Im vergangenen Jahr hatten Kabeldiebe bei Vattenfall im Braunkohlerevier etwa 370.000 Euro Schaden verursacht. Auch der schwedische Konzern setzt seit längerem künstliche DNA zum Schutz seiner Anlagen ein.