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Fluglinie: Air Berlin befördert wieder weniger Passagiere ++ Kaffee: Tchibo-Rivalen halten sich nach Preissenkung bedeckt ++ Smartphones: LG treibt Handy-Serie mit gewölbtem Display voran ++ Tarifverhandlungen: Berliner Bäcker streiten für höhere Löhne

Air Berlin befördert wieder weniger Passagiere

Deutschlands zweitgrößte Fluglinie kommt nicht aus der Krise. Erneut wurden im September weniger Passagiere befördert, die Auslastung der Flugzeuge ist aber noch gut. Die angeschlagene Fluggesellschaft Air Berlin begrüßte im September weniger Passagiere. Die Zahl der Fluggäste sank um 6,4 Prozent auf 3,3 Millionen, wie Deutschlands zweitgrößte Airline am Montag mitteilte. Da der Lufthansa-Rivale gleichzeitig das Flugangebot ausdünnte, blieben die Maschinen weiterhin voll – neun von zehn Sitzen waren besetzt. Seit Anfang Januar fiel die Zahl der Passagiere im Jahresvergleich um 5,9 Prozent.

Tchibo-Rivalen halten sich nach Preissenkung bedeckt

Nach der Preissenkung von Tchibo halten sich die Rivalen auf dem deutschen Kaffeemarkt erst einmal bedeckt. Der Lebensmittelkonzern Mondelez, zu dessen Marken auch Jacobs Krönung, Onko und Kaffee HAG gehören, erklärte am Montag auf Anfrage, er wolle sich angesichts der schwankungsanfälligen Kaffeepreise nicht äußern. Auf den Endverbraucherpreis im Supermarkt habe das Unternehmen als Hersteller ohnehin keinen Einfluss. Auch vom Kaffeeröster Melitta, den Discountern Aldi Süd und Aldi Nord sowie den Supermarktketten Rewe und Edeka war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

LG treibt Handy-Serie mit gewölbtem Display voran

Bei der Produktion neuartiger Smartphones mit gewölbtem Display bläst der südkoreanische Elektronikkonzern LG zum Angriff auf den heimischen Rivalen Samsung. Die Sparte LG Display kündigte am Montag den Einstieg in die Massenproduktion von gebogenen Handy-Bildschirmen an. Eine mit den Plänen vertraute Person sagte, LG Electronics wolle bereits im November Mobiltelefone mit solchen Displays herausbringen. Smartphone-Primus Samsung will derartige Handys schon im Oktober anbieten. Die Wölbung erweckt beim Betrachter bei hoher Auflösung einen leicht dreidimensionalen Eindruck und gilt als Grundstein für völlig neue Formen von Telefonmodellen.

Berliner Bäcker streiten für höhere Löhne

Mit einem Flashmob auf dem Pariser Platz möchten Beschäftigte von Berliner und Brandenburger Bäckereien am Dienstag für höhere Löhne demonstrieren. Unterstützt wird die Aktion „Gutes Brot braucht gute Löhne“ von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Derzeit verhandelt die NGG mit der Berliner Bäckerinnung über einen neuen Tarifvertrag. Die Gewerkschaft will erreichen, dass für Bäckerei-Verkäufer ein Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro in den Tarifvertrag aufgenommen wird. Außerdem sollen Bäcker sechs Prozent mehr Lohn erhalten. „In der Bäckerei-Branche arbeiten viele ungelernte Verkäuferinnen“, sagte Conny Weißbach von der NGG, die die Verhandlungen für das Bäckerhandwerk in Berlin und Brandenburg führt.