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Bayer: Chinesen ermitteln gegen das Pharmaunternehmen ++ Serbien: Strauss-Kahn berät in Wirtschaftsfragen ++ Benzin: Preisvergleichsportale brechen zusammen ++ Märklin: Modellbahnhersteller fährt auf Russland und die USA zu ++ Kreditinstitute: Deutschlands Topmanager trauen Bankern nicht

Chinesen ermitteln gegen das Pharmaunternehmen

Bei den Korruptionsermittlungen gegen ausländische Pharmaunternehmen in China ist auch Bayer ins Visier der Behörden geraten. Beamte der Wettbewerbsaufsichtsbehörde hätten Ende August ein Büro von Bayer aufgesucht, meldete das Unternehmen in Shanghai. Es sei um einen möglichen Fall unfairen Wettbewerbs gegangen. Bayer habe strenge interne Regeln gegen Korruption. Sollten Angestellte diese missachtet haben, werde dies untersucht. Die Behörden ermitteln derzeit gegen den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline wegen angeblicher Bestechung.

Strauss-Kahn berät in Wirtschaftsfragen

Der über Sex-Vorwürfe gestolperte Ex-Direktor des Internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn, berät die serbische Regierung in Wirtschaftsfragen, wie der stellvertretende Ministerpräsident Aleksandar Vucic sagte. Strauss-Kahn muss sich in Frankreich wegen Zuhälterei verantworten. Er soll an der Organisation von illegalen Sex-Partys mit Prostituierten beteiligt gewesen zu sein. Vucic sagte, die Vorwürfe gegen Strauss-Kahn schadeten nicht dessen Ruf als Finanzexperte.

Preisvergleichsportale brechen zusammen

Nach der Freischaltung der neuen Markttransparenzstelle zum Benzinpreisvergleich sind mehrere Verbraucherportale wegen der großen Nachfrage in die Knie gegangen. Freitagmittag funktionierten die Benzinpreisabfragen aber meist wieder problemlos. Nur die ADAC-Seite war noch gestört. „Technische Probleme wegen zu großen Andrangs sind doch ein gutes Zeichen“, sagte ein Sprecher des Bundeskartellamtes. „Das zeigt, wie stark das Interesse ist.“

Modellbahnhersteller fährt auf Russland und die USA zu

Modellbahnhersteller Märklin will sein internationales Streckennetz nach Russland und in den USA ausbauen. Co-Geschäftsführer Florian Sieber sagte, die Einkommen seien in Russland gestiegen, „so dass die Produkte auch immer mehr in der Kaufkraft der Bevölkerung liegen“. Auch die USA habe einen besonderen Bezug zur Eisenbahn. „Der Wilde Westen wurde dort mit dem Zug erobert, die haben definitiv eine traditionsreiche Eisenbahngeschichte.“

Deutschlands Topmanager trauen Bankern nicht

Seit Jahren behaupten die Banker, aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt zu haben. Ihrem Ansehen in der Öffentlichkeit hilft das nur wenig. In einer Umfrage von der Unternehmensberatung Roland Berger unter deutschen Top-Managern geben 50,5 Prozent der Befragten an, dass die Banker nur vordergründig so tun würden, als hätten sie sich geändert. In der Realität würden sie ihr Geschäft genauso aggressiv wie früher betreiben.