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Immobilienkredite: EU verbessert Verbraucherschutz ++ Siemens: Massiver Stellenabbau in Bahnsparte geplant ++ ThyssenKrupp: Industriekonzern übernimmt Berliner Aufzugsfirma

EU verbessert Verbraucherschutz

In der Europäischen Union soll der Verbraucherschutz beim Abschluss von Immobilienkrediten verbessert werden. Der Neuregelung zufolge müssen Verbraucher schon vor Unterzeichnung des Vertrags umfassend über die möglichen Risiken hinsichtlich der späteren Zins- und Tilgungslast und über die Gesamtkosten ihres Darlehens informiert werden. Auch künftig sollen Kunden die Wahlfreiheit zwischen einem variablen oder dem in Deutschland üblichen langfristigen stabilen Festzinssatz haben. Zugleich werde eine vorzeitige Rückzahlung von Krediten, die heute in Deutschland oft sehr teuer oder gar unmöglich sei, erleichtert. Das gleiche gelte für die Aufnahme eines Immobilienkredits in einem anderen EU-Staat.

Massiver Stellenabbau in Bahnsparte geplant

Siemens will in seiner kriselnden Bahnsparte mehr als zehn Prozent der rund 6000 Arbeitsplätze abbauen. Bundesweit sei der Wegfall von 700 Arbeitsplätzen geplant, sagte ein IG-Metall-Sprecher. Der Stellenabbau ist Teil des Umbauprogramms, das noch von Ex-Siemens-Chef Peter Löscher auf den Weg gebracht worden war. Ein Siemens-Sprecher wollte die Zahlen zwar nicht kommentieren, sagte aber, er gehe in die richtige Richtung. Bislang ist bekannt, dass der Dax-Konzern bis 2014 Kosten von 6,3 Milliarden Euro einsparen will, um wieder zurück in die Spur zu kommen. Die Bahnsparte war unter anderem wegen Lieferproblemen bei Hochgeschwindigkeitszügen in die Verlustzone gerutscht.

Industriekonzern übernimmt Berliner Aufzugsfirma

Der Industriekonzern ThyssenKrupp stärkt seine Aufzugssparte. Die Essener übernehmen die Berliner Eggert Lift-Technik GmbH. Das seit 1990 in Lichtenberg ansässige Unternehmen ist Teil der mittelständischen Eggert-Gruppe aus Troisdorf. Die Gruppe setzt mit rund hundert Mitarbeitern rund 30 Millionen Euro pro Jahr um. Der Zukauf ist der größte der ThyssenKrupp-Sparte seit zehn Jahren in Deutschland. Zum Preis machten beide Seiten keine Angaben. ThyssenKrupp will sich stärker auf seine Technologiebereiche, zu der die Aufzugssparte gehört, konzentrieren. Mit einem Umsatz von 5,7 Milliarden Euro zählt ThyssenKrupp zu den führenden Aufzugsunternehmen der Welt.