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Mehr Geld aus EU-Haushalt

Eine Lösung deutete die Euro-Gruppe an, als sie das zweite Hilfspaket beschlossen: „Erleichterungen bei der Ko-Finanzierung der Strukturfonds“ könnten gewährt werden, wenn Athen sich an alle Auflagen hält und dennoch weiter Unterstützungsbedarf hat. Das deutet sich nun an. Die Lösung bedeutet: Griechenland könnte mehr aus den Fördertöpfen der EU bekommen als bisher – und müsste vor allem noch weniger selbst dazuzahlen. Das Prinzip der EU-Förderung ist die Ko-Finanzierung: Zuschuss aus Brüssel gibt es nur, wenn das Empfängerland selbst einen Teil der Kosten übernimmt. Während üblicherweise rund drei Viertel der Kosten für Projekte aus den Strukturfonds von der EU kommen, sind es in Griechenland allerdings heute schon 95 Prozent – zeitlich befristet allerdings. Die EU-Kommission hat bereits vorgeschlagen, diese Sonderbehandlung für Griechenland zu verlängern, zunächst bis zum Ende des derzeitigen Hilfsprogramms.