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Kredite gegen Beteiligungen

Sollte Griechenland einen Schuldenerlass brauchen, hat die Bundesregierung ein Problem: Sie hat vor der Bundestagwahl einen Schuldenschnitt ausgeschlossen. Deshalb stünde Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Lügnerin da, wenn Griechenland doch einen Teil seiner Schulden erlassen werden sollte. Eine Möglichkeit wäre daher, Griechenlands hohen Schuldenstand über einen so genannten „Debt-to-Equity-Swap“ zu reduzieren.

Der griechische Staat sitzt trotz seines Finanzbedarfs auf einem umfangreichen Berg von Immobilien und Firmen. Antonio Borges vom Internationalen Währungsfonds bezifferte 2011 den Immobilienbestand der griechischen Regierung auf 280 Milliarden Euro. Dieses Vermögen könnten die Griechen gegen Gläubigerforderungen eintauschen. So eine Aktion wäre politisch heikel, könnte aber auf den Tisch kommen, wenn man einen auf bestimmte Bereiche wie Immobilien begrenzt.