Euro-Krise

Athen funkt wieder SOS

Griechenland braucht weitere Hilfen seiner Partner. Die Morgenpost skizziert fünf Wege

Die Bundesregierung hatte sich ihre Strategie so schön zurechtgelegt. Bis zu den Bundestagswahlen wollte sie Ruhe in Sachen Euro-Krise haben. Und lange Zeit ging diese Strategie wunderbar auf. Das zweite Hellas-Rettungspaket läuft noch bis Ende 2014. Die Bundesregierung hat Athen zwar weitere Hilfen in Aussicht gestellt, wenn es sich an sein Reformprogramm hält. Aber ob Griechenland ein drittes Hilfsprogramm bekommt, ließ sie bewusst offen.

Doch die Einschläge kommen immer näher. Zunächst entdeckte der Internationale Währungsfonds neue Milliardenlücken in der griechischen Finanzplanung, die im hohen einstelligen oder niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag liegen. Kurz darauf gelang eine interne Einschätzung der Bundesbank an die Öffentlichkeit, die eine drittes Hilfsprogramm schon Anfang 2014 für nötig hält. Und nun hat die Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) persönlich für Aufregung gesorgt, als er sagte, Griechenland brauche ein drittes Hilfsprogramm. Schäuble will das zwar so nicht gemeint haben. Die Meinung vieler Experten ist aber klar: Schäuble sprach nur das aus, was die Bundesregierung wirklich denkt und was fast alle Ökonomen schon lange glauben: Ein neues Hilfsprogramm für Griechenland ist unabwendbar. Die Morgenpost stellt fünf Wege vor, wie Griechenland geholfen werden kann.