Geldinstitut

Berliner Bank wirbt mit erneuerten Filialen um Kunden

Nach der Schließung einer Reihe von Filialen hat die Berliner Bank jetzt zum ersten Mal runderneuerte Standorte präsentiert.

Mit den Filialen an der Schönhauser Allee sowie Mariendorfer Damm sind jetzt zwei von 38 Filialen umgebaut. Bis Ende des Jahres sollen vier Anlaufstellen das neue Innendesign bekommen. Der Bank zufolge werden dafür jetzt und in den nächsten Jahren rund fünf Millionen Euro investiert.

Damit reagiert die Berliner Bank auf Probleme, die alle Geldinstitute derzeit plagen. Zum einen erledigen immer mehr Menschen Überweisungen und Daueraufträge über das Internet und informieren sich dort auch über Geldanlage oder Kredite. Hinzu kommt, dass den Geldhäusern seit der Finanzkrise Misstrauen entgegenschlägt. Beides setzt dem klassischen Filialkonzept der Geldhäuser zu. In der Folge reduzieren fast alle Banken die Zahl ihrer Standorte. In den verbliebenen Filialen warten dann in aller Regel mehr Berater auf größerer Fläche auf Kunden.

Gleichzeitig wollen die Häuser mit neuen Inneneinrichtungen Entspanntheit bei den Kunden herstellen und Gesprächsbarrieren abbauen. Stefanie Salata, Chefin der Berliner Bank, sagt: „Wir wollen in einer partnerschaftlichen Atmosphäre beraten.“ Bedeutet im Fall der Berliner Bank, dass zwischen Sitzecken und Schreibtischen mit runden Ecken (Salata: „Eckig wirkt abweisend.“) recht viel Raum ist. An der Wand hängen Bilder zeitgenössischer Künstler aus Berlin. Der Kunde betritt die Filiale und wird zunächst an einer Art Empfangstresen begrüßt. „Wir woll uns insgesamt moderner präsentieren“, sagt Salata.

In den vergangenen Monaten hat die Berliner Bank die Zahl ihrer Filialen von 51 auf 38 reduziert. 150 von 600 Stellen wurden bei dem Tochterinstitut der Deutschen Bank gestrichen. Aktuell hat die Berliner rund 300.000 Kunden in der Stadt.