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Steinway: Hedgefonds-Größe soll für Konzertflügel-Firma bieten ++ Internet: Kim Dotcom plant eigenen E-Mail-Dienst ++ Apple: Neue iPads sollen im Herbst auf den Markt kommen ++ Agrarhilfen: EU fordert von 15 Staaten 180 Millionen Euro zurück

Hedgefonds-Größe soll für Konzertflügel-Firma bieten

Der namentlich nicht genannte Interessent, der fast eine halbe Milliarde Dollar für den Konzertflügel-Hersteller Steinway bietet, scheint enttarnt. Wie unter anderem das „Wall Street Journal“ berichtete, ist es der bekannte Hedgefonds-Manager John Paulson. Die Zeitung berief sich dabei auf eingeweihte Personen. Eigentlich ist Paulson eher für Finanzwetten bekannt als für Firmenübernahmen. Die börsennotierte Steinway Musical Instruments hatte zuvor erklärt, ein Investor habe die vorliegende Offerte des Finanzinvestor Kohlberg & Company überboten. Der deutsche Auswanderer Heinrich Engelhard Steinweg hatte das Unternehmen vor 160 Jahren in New York gegründet. Die Pianos werden noch heute im Stadtteil Queens sowie in Hamburg gebaut.

Kim Dotcom plant eigenen E-Mail-Dienst

Der umstrittene Internet-Unternehmer Kim Dotcom plant inmitten des Skandals um Internet-Überwachung einen Dienst für verschlüsselte E-Mails. Eine Markteinführung sei aber noch Monate entfernt, sagte der Chef von Dotcoms Speicherdienst Mega, Vikram Kumar, dem Onlinedienst „ZDNet“. Die Speicher würden sich außerhalb der USA befinden. Bei verschlüsselten Diensten werden die Daten der Nutzer anhand einer mathematischen Formel so durcheinandergewirbelt, dass sie für Außenstehende nicht mehr zu lesen sind. Nur Nutzer selbst können mit ihrem jeweiligen „Schlüssel“ den Zeichenwust entwirren und die Nachricht lesbar machen.

Neue iPads sollen im Herbst auf den Markt kommen

Apple will offenbar zum wichtigen Weihnachtsgeschäft neben einem neuen iPhone auch frische Modelle seiner iPad-Tablets auf den Markt bringen. Sie würden aber nicht zusammen mit dem neuen iPhone-Modell am 10. September vorgestellt, sondern später, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Das kleinere iPad mini solle einen Bildschirm mit höherer Auflösung bekommen, hieß es unter Berufung auf informierte Personen. Das größere Modell soll demnach dünner werden.

EU fordert von 15 Staaten 180 Millionen Euro zurück

Die EU-Kommission fordert von 15 Mitgliedstaaten Agrarhilfen von insgesamt 180 Millionen Euro zurück. Die „finanziellen Korrekturen“ erfolgten wegen mangelhafter Verwaltung der Agrarhilfen, berichtete die Kommission. Am meisten zurückzahlen müssen demnach Großbritannien und Polen. London muss für 2008 bis 2010 rund 59 Millionen Euro zurückzahlen, Polen für 2007 und 2008 insgesamt 30,4 Millionen Euro. An dritter Stelle steht Dänemark mit 11,5 Millionen Euro. Von Deutschland fordert die Kommission 7,2 Millionen Euro zurück. Die Kommission wirft den Ländern Fehler bei der Identifizierung der landwirtschaftlichen Parzellen für Direktzahlungen sowie bei den Kontrollen vor Ort vor.