Immobilien

Zukäufe in Berlin treiben Gewinn von Deutsche Wohnen

Der Kauf von mehr als 10.000 Wohnungen seit Jahresbeginn treibt den Gewinn des Berliner Immobilienkonzerns Deutsche Wohnen nach oben.

Das schnell wachsende Unternehmen traut sich nun einen Gewinn aus dem laufenden Geschäft von 110 Millionen Euro zu, zehn Millionen Euro mehr, als bislang vorgesehen. 2012 waren es erst 68,2 Millionen Euro. Die Hälfte des Gewinns soll als Dividende ausgeschüttet werden, die Experten erwarten 32 Cent je Aktie, 50 Prozent mehr zuletzt. Im zweiten Quartal verdoppelte sich der Gewinn aus dem laufenden Geschäft im Vergleich zum Vorjahr auf 29,7 Millionen Euro.

Hauptgrund für den gestiegenen Optimismus sind die Zukäufe im Großraum Berlin und in Dresden, die im ersten Halbjahr allein 40 Millionen Euro Mieteinnahmen brachten. Insgesamt hat Deutsche Wohnen in diesem Jahr für neue Wohnungen fast 600 Millionen Euro ausgegeben. Vorstandschef Michael Zahn sagte, die erworbenen Wohnungen versprächen eine überdurchschnittliche Eigenkapitalrendite. Sobald sie in den Konzern integriert seien, soll der Gewinn acht Prozent des Eigenkapitals erreichen. Insgesamt beträgt die Rendite aus dem laufenden Geschäft derzeit fünf Prozent.

Insgesamt gehören der Deutschen Wohnen derzeit mehr als 90.000 Wohnungen, der größte Teil davon in Berlin. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro Eigenkapital könnte das Unternehmen noch ausgeben, sagte Finanzvorstand Lars Wittan. An rund 2000 Wohnungen sei man derzeit interessiert. Zu größeren Zukäufen blieb Wittan vage. Deutsche Wohnen wird seit längerem als Interessent an der ebenfalls auf Berlin konzentrierten GSW gehandelt. „Wir sehen keine Notwendigkeit, schnell zu handeln“, sagte Wittan. „Aber wir beobachten den Markt genau.“ Doch zu viel bezahlen wolle die Deutsche Wohnen nicht. Die GSW ist an der Börse derzeit 1,57 Milliarden Euro wert.