Insolvenz

Conergy-Fabriken in Brandenburg sollen bis Oktober verkauft werden

Die beiden Brandenburger Produktionsstätten des insolventen Solarunternehmens Conergy sollen bis Anfang Oktober in neue Hände kommen.

Für die Modulfertigung in Frankfurt (Oder) und die Gestellproduktion in Rangsdorf südöstlich von Berlin interessierten sich zahlreiche Investoren aus dem In- und Ausland, sagte der vorläufige Conergy-Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz in Hamburg. Er habe mit mehreren potenziellen Käufern vielversprechende Gespräche geführt.

Das sei ein wichtiges Signal an den Markt und die mehr als 500 Mitarbeiter in Brandenburg, sagte Undritz. Der Betrieb in den beiden Fabriken laufe bei guter Auslastung weiter. Ob nach einer Übernahme alle Arbeitsplätze erhalten werden können, ist nach Auskunft einer Conergy-Sprecherin gegenwärtig noch offen. Das hänge vom Verlauf der Gespräche mit den Investoren ab.

Das Hamburger Unternehmen Conergy hatte vor gut einem Monat einen Insolvenzantrag gestellt. Vertrieb und Service sowie die Marke Conergy sollen an den US-Finanzinvestor Kawa gehen. Das Unternehmen würde damit aufgeteilt, Kawa hatte kein Interesse an den beiden Brandenburger Standorten. Die meisten der rund 700 Arbeitsplätzen in Vertrieb und Service bleiben vermutlich erhalten, davon 400 im Ausland. Die Verkaufsverträge sollen bis Ende des Monats unterschriftsreif sein. Dann würde das vorläufige in ein reguläres Insolvenzverfahren überführt.

Sollte das Geschäft mit Kawa erfolgreich abgeschlossen werden, hätte dies positive Effekte auf die Produktionsstätten in Brandenburg, heißt es vom Insolvenzverwalter. Ein starker Kunde und entsprechende Vertriebskanäle blieben erhalten. Conergy liefert komplette schlüsselfertige Solaranlagen, von privaten Dachanlagen bis zu Megawatt-Parks. Das Unternehmen ist in mehr als 40 Ländern tätig und erzielt drei Viertel des Umsatzes außerhalb Deutschlands.