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Solarindustrie: EU-Kommission legt Streit mit China bei ++ Schienenverkehr: Güterzug aus China erreicht Hamburg auf dem Landweg ++ Toyota: Exportgeschäft lässt VW-Rivalen glänzen ++ Spanien: IWF sieht Fortschritte im Krisenland ++ Audi: Trotz Rekordabsatz weniger Geld verdient

EU-Kommission legt Streit mit China bei

Die Europäische Union hat den Streit mit China um Dumpingpreise für nach Europa exportierte Solarkomponenten nun auch offiziell beigelegt. Die EU-Kommission stimmte einem Kompromiss zwischen Peking und Brüssel zu. Demnach werden Einfuhren aus China, die den Mindestpreis von 56 Cent pro Watt nicht unterschreiten, von Strafzöllen der EU ausgenommen. Hersteller, die sich daran halten, dürfen Module mit einer Gesamtleistung von sieben Gigawatt pro Jahr in die EU exportieren.

Güterzug aus China erreicht Hamburg auf dem Landweg

Mit der Ankunft eines ersten Güterzugs ist eine neue Bahnverbindung zwischen Hamburg und der chinesischen Stadt Zhengzhou eröffnet worden. Der mit 51 Containern beladene Zug sei nach einer 15-tägigen Fahrt über 10.214 Kilometer am Umschlagbahnhof Billwerder eingetroffen, teilte die Deutsche Bahn mit. Organisiert worden war der Transport von der Hafenentwicklungsgesellschaft von Zhengzhou, einem Industriezentrum mit 8,5 Millionen Einwohnern, 700 Kilometer südwestlich von Peking.

Exportgeschäft lässt VW-Rivalen glänzen

Mit einem Gewinnsprung um 88 Prozent hat Toyota seine Ausnahmestellung in der Automobilbranche untermauert. Beflügelt vom schwachen Kurs der Landeswährung Yen sprang der Betriebsgewinn des japanischen Vorzeigekonzerns im Zeitraum von April bis Juni auf umgerechnet gut fünf Milliarden Euro. Damit stellte Toyota die Konkurrenz in den Schatten, von der ein Großteil mit der Krise am europäischen Automarkt ringt. Toyota hob seine Gewinnprognose an und will 2013 erstmals mehr als zehn Millionen Autos produzieren.

IWF sieht Fortschritte im Krisenland

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht in vielen Bereichen Fortschritte in Spanien. Der Anpassungsprozess verlaufe jedoch langsam und bleibe schwierig, schreibt der IWF in seinem aktuellen Länderbericht. Der IWF lobt die Regierung für ihre durchgeführten Reformen und fordert gleichzeitig weitere Schritte insbesondere am Arbeitsmarkt. Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in Spanien würden rasch zurückgehen, schreibt der IWF.

Trotz Rekordabsatz weniger Geld verdient

Audi bekommt die Folgen der Autokrise in Europa weiterhin zu spüren. Man habe sich dem verschärften wirtschaftlichen Umfeld nicht gänzlich entziehen können, teilte der Konzern mit. Der Audi-Absatz legte zwar im ersten halben Jahr deutlich zu. Seit Januar wuchs die Zahl der verkauften Autos um mehr als sechs Prozent auf den Rekordwert von 780.467. Unter dem Strich schrumpfte das Ergebnis allerdings um drei Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro.