World Wide Web

Berliner Gründer feiern im neuen Campus Factory

Mit einem Gartenfest und einer großen Party auf dem Gelände des neuen Stadt-up-Campus Factory ging die zweitägige Szene-Veranstaltung Tech Open Air (TOA) zu Ende.

Am Abend weihte der Gründer des Internet, Vint Cerf, das ausgebaute Gebäude ein. In seiner Ansprache unterstrich er die weltverändernde Kraft des Internet und forderte freien Zugamg zum World Wide Web für alle Menschen. Eine an einer Flugdrohne befestigte Champagnerflasche zerschellte an der Fassade.

Vint Cerf gilt als einer der Väter des Internet. Der Informatiker hat maßgeblich das Internet-Protokoll TCP/IP entwickelt, welches das World Wide Web erst möglich machte. Cerf hatte sich zuletzt in Berlin gegen die Einführung eines Zweiklasseninternet ausgesprochen.

Investor Simon Schaefer baut einen Start-up-Campus auf dem ehemaligen Brauerei-Areal an der Bernauer Straße. Prominenteste Mieter sind der Berliner Audiostreamingdienst Soundcloud und das Open-Source-Unternehmen Mozilla, dessen bekanntestes Produkt der Firefox-Browser ist. Ferner werden Start-ups wie 6 Wunderkinder in den Komplex einziehen.

TOA-Veranstalter Nikolas Woischnik sieht das Tech Open Air als multidisziplinäres Event. „Wir wollen Brücken schlagen und zum Dialog anregen“, sagt er. Auf der einen Seite gebe es in Berlin die Kunst- und Musik-Communities, auf der anderen Seite die Start-up-Szene, welche die Stadt prägen. „Techologie beeinflusst uns alle. Sie ist der gemeinsame Nenner für Transformation“, sagt Woischnik. Der Organisator zählte 800 Gäste. Nachdem Vorträge im Mittelpunkt des ersten Tages gestanden hatten, gab es am Freitag 50 Events in der Stadt – mit dabei war auch der Start-up-Accelerator Axel Springer PlugPlay, der zu einem Brunch auf das Dach des Verlagshauses eingeladen hatte.