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Studie: Weniger Käufer für Diesel-Autos ++ Bahn: ICE-Lieferung verzögert sich noch weiter ++ Fernsehgeräte: Noch mehr Arbeitsplätze bei Loewe gefährdet ++ Boeing: Behörde ordnet Prüfung von Peilsender in Dreamliner an

Weniger Käufer für Diesel-Autos

Der Trend zu Diesel-Autos scheint nach Einschätzung eines Autoexperten in Deutschland vorerst beendet. Im ersten Halbjahr 2013 wurden laut einer Studie mit 47,3 Prozent etwas weniger Neuwagen mit Diesel-Antrieb zugelassen als noch im Vorjahreszeitraum (47,9 Prozent). Aufs Jahr hochgerechnet deutet sich damit der erste Rückgang seit 2009 an, erläutert Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Centers Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. „Die stürmische Entwicklung des Diesels der letzten Jahre ist gestoppt.“ Als Hauptgrund sieht Dudenhöffer die wachsende Beliebtheit von kleinen, sparsamen Benzin-Motoren mit ähnlichen Verbrauchswerten wie Diesel.

ICE-Lieferung verzögert sich noch weiter

Die Bahn kann in diesem Jahr nicht mehr mit der Lieferung von 16 neuen Siemens-ICE rechnen. Mit einer Übergabe der ersten Züge sei erst im Frühjahr 2014 zu rechnen, berichtet das Magazin „Focus“. Das Eisenbahnbundesamt (EBA) rechne erst im November mit fehlenden Unterlagen des Herstellers Siemens. Eine Prüfung werde dann noch etwa vier Monate in Anspruch nehmen. Acht der 16 Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro hätten eigentlich nach mehrmaliger Verzögerung im Dezember 2012 den Betrieb aufnehmen sollen. Der Einsatz wurde aber wegen Software-Problemen kurzfristig abgesagt. Für die neuerliche Verzögerung macht Siemens aber das EBA verantwortlich.

Noch mehr Arbeitsplätze bei Loewe gefährdet

Beim schwer angeschlagenen Fernseher-Hersteller Loewe stehen noch mehr Jobs auf der Kippe. Der Markt habe sich seit Jahresanfang schlechter entwickelt als erhofft, sagte Loewe-Chef Matthias Harsch dem „Spiegel“. „Um die Wende zu schaffen, darf der Kostenblock für Personal gemessen am Umsatzniveau nicht steigen. Daher kann ich nicht ausschließen, dass weitere Rationalisierungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen“, sagte er. Das Kronacher Unternehmen hatte Schutz vor seinen Gläubigern beantragt. Mit dem Schutzschirm im Rücken will Harsch Loewe schneller sanieren und jede fünfte Stelle abbauen.

Behörde ordnet Prüfung von Peilsender in Dreamliner an

Nach dem Brand an Bord einer Boeing 787 in London hat die US-Flugaufsicht die Überprüfung der als Unfallursache in Verdacht geratenen Peilsender angeordnet. Anders als die Behörden in Großbritannien forderte die FAA aber nicht die Abschaltung oder den Ausbau des von Honeywell produzierten Geräts. Konkret trifft die FAA-Empfehlung nur United Airlines, da dies die einzige US-Fluggesellschaft mit dem Dreamliner in der Flotte ist. Die Ermittlungen zur Brandursache konzentrieren sich inzwischen auf die Rolle von Kondenswasser oder möglicherweise eingeklemmten Drähten. Britische Behörden hatten verlangt, Peilsender in sämtlichen Flugzeugtypen zu überprüfen.