Wettbewerb

EU-Kommission plant Internet zweiter Klasse

Die EU-Kommission will laut einem Zeitungsbericht die Gleichbehandlung der Bürger im Internet aufgeben.

Daten sollen demnach auch unterschiedlich schnell im Netz übertragen werden können. „Inhalteanbieter und Telekommunikationsprovider sind frei, miteinander Vereinbarungen zum Umgang mit Volumentarifen der Kunden und der Übertragung von Daten unterschiedlicher Qualitätsklassen zu schließen“, heißt es laut „Handelsblatt“ in einem Entwurf für die Regulierung des europäischen Telekommarktes aus dem Haus der zuständigen EU-Kommissarin Neelie Kroes.

Zur sogenannten Netzneutralität gehört nach Auffassung von Experten, dass keine Daten bevorzugt oder aus kommerziellen Interessen schneller als andere übertragen werden dürfen. Das Thema war in Deutschland hochgekocht, nachdem die Deutsche Telekom angekündigt hatte, bei Überschreiten bestimmter Datenmengen das Tempo zu drosseln. Würde der Entwurf Realität, könnten Inhalteanbieter wie beispielsweise Google mit Netz-Betreibern vereinbaren, dass Google-Daten im Netz extra schnell befördert werden.